Jetzt auch in Osttirol: Feuerwehr Peers unterstützen nach belastenden Einsätzen
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung stehen nun im Bezirk Lienz zusammen mit dem Bezirksverantwortlichen Camillo Girstmair auch Thomas Mühlmann und Dominik Wibmer als Feuerwehr-Peers zur Verfügung.
Die psychischen Belastungen, die Feuerwehrleute während und nach herausfordernden Einsätzen erfahren, dürfen nicht unterschätzt werden. Gerade in stressigen oder traumatischen Situationen sind Einsatzkräfte einer hohen Belastung ausgesetzt. Der Landes-Feuerwehrverband Tirol möchte mit der Ausbildung sogennanter SvE-Peers einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Feuerwehrmitgliedern bei der Bewältigung von emotionalen Belastungen nach intensiven Einsätzen leisten.
Peer – jemand der mich versteht
Feuerwehr-Peers sind speziell geschulte Kameradinnen und Kameraden, die ihre Kolleginnen und Kollegen nach herausfordernden Einsätzen begleiten und ihnen dabei helfen, die psychischen Belastungen des Einsatzgeschehens zu bewältigen. Diese Peer-Unterstützung bietet den Vorteil, dass Betroffene in einer vertrauten Umgebung auf Augenhöhe sprechen können.
Ausbildung in 3 Modulen
Von November 2024 bis Februar 2025 nahmen an der Feuerwehrschule Tirol 18 Feuerwehrleute an der intensiven und in dieser Form bisher einzigartigen Ausbildung zum SvE-Peer teil. In 3 Modulen wurde umfangreiches theoretisches Wissen über Stress und Belastungsfaktoren von Einsatzkräften, Grundlagen der Psychotraumatologie und verschiedene Möglichkeiten der Stressbewältigung vermittelt.
Die Feuerwehrleute erlangen mit dieser Ausbildung die Kompetenz, Einsatzkräfte beim Verarbeiten von psychisch belastenden Einsätzen und Ereignissen im Feuerwehrdienst in Form von Einzel- und Gruppengesprächen zu unterstützen.
Nun stehen im Bezirk Lienz nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an der Landes-Feuerwehrschule Tirol zusammen mit dem Bezirksverantwortlichen Camillo Girstmair auch Thomas Mühlmann und Dominik Wibmer als ausgebildete Feuerwehr-Peers zur Verfügung. Diese können jederzeit von Feuerwehren zur Unterstützung bei belastenden Einsätzen angefordert werden.
Text: Redaktion, Foto: LFV Tirol/Anton Wegscheider

