56-jähriger deutscher Urlauber weiter abgängig
Vom seit letzten Freitag, 4. Oktober 2013, im Virgental vermissten deutschen Urlauber fehlt weiterhin jede Spur, obwohl es zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gibt.
Am Freitag, 4. Oktober 2013, um 18.00 Uhr, teilte ein Matreier Hotelier der Polizeiinspektion mit, dass einer seiner Gäste von einer Wanderung nicht zurückgekehrt sei. Eine groß angelegte Suchaktionen unter Beteiligung von Bergrettern der Ortsstellen Virgen, Prägraten, Matrei und Defereggen, Alpinpolizisten, Suchhunden und Hubschraubern wurde gestartet. Vom 56-jährigen deutschen Urlauber fehlt jedoch weiterhin jede Spur (Stand Mittwochnachmittag, 9. Oktober 2013).
Erwin Mariacher, Leiter der Osttiroler Alpinpolizei: „Allen Hinweisen wird nachgegangen. Die polizeilichen Suchmaßnahmen bleiben natürlich weiterhin aufrecht.“
Erwin Mariacher, Leiter der Alpinpolizei Osttirol, gibt Auskunft über den Ermittlungsstand: „Am Mittwoch, 2. Oktober, ist der 56-Jährige mit dem Taxi zur Wetterkreuzhütte gefahren und von dort aus weiter zur Zupalseehütte gewandert, wo er mit der Wirtin gesprochen hat. Er muss dann wieder ins Tal abgestiegen sein und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Hotel übernachtet haben. Ermittlungen ergaben, dass er am Mittwoch in einem Lienzer Sportartikelgeschäft eingekauft und gegen 21.00 Uhr mit der Kellnerin in seiner Unterkunft gesprochen hat. Außerdem teilte der Wirt mit, dass Donnerstagfrüh der Frühstückstisch benutzt worden sei.“ Der BMW des vermissten Urlaubers wurde am Freitag, 4. Oktober, auf dem Parkplatz, von dem der Weg zur Wetterkreuz- bzw. Würfelehütte führt, gefunden. Dort verliert sich seine Spur.
Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung sind eingegangen, zwei Tage wurde intensiv gesucht, Handypeilungen führten zu keinem Erfolg. „Drei deutsche Urlauber wollen den Mann, auf den die Beschreibung passt, am Donnerstag im Bereich der Wetterkreuzhütte gesehen haben und gaben an, dass er Richtung Mellspitze weitergewandert sei. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Abgängige in die Gegend des Mellitzgrabens in der Gemeinde St. Veit begeben hat“, so Peter Ladstätter, Leiter der Osttiroler Bergrettung. Beim Mellitzgraben handelt es sich um extrem unwegsames, steinschlaggefährdetes Gelände. „Es wäre zu gefährlich, Bergretter zum Suchen dorthin zu schicken“, so Ladstätter. Ein Suchflug konnte wegen des dichten Nebels noch nicht durchgeführt werden. „Sobald es das Wetter zulässt, werden wir mit einem Hubschrauber aufbrechen, um das Gebiet im Bereich des Mellitzgrabens nach dem Vermissten abzusuchen“, sagt Gerhard Berger, Obmann der Bergrettungs-Ortsstelle Virgen und Einsatzleiter.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, R. Mühlburger

