34-Jähriger kam im Neuschnee nicht weiter

Aufgrund des vielen Neuschnees konnte ein deutscher Bergsteiger im Gebiet der St. Pöltner Hütte den Weg nicht mehr finden – von Bergrettern in das Tal gebracht.

Am Mittwoch, 30. Oktober 2013, geriet ein 34-jähriger Bergsteiger aus Deutschland am Felbertauern im Bereich der St. Pöltner auf rund 2 500 Metern Seehöhe in eine Notlage. Aufgrund der großen Neuschneemengen konnte er den Weg nicht mehr finden und kam deshalb nicht weiter. Er setzte einen Notruf ab, daraufhin wurde die Bergrettung Mittersill alarmiert. „Wegen der Lawinengefahr auf Salzburger Seite des Felbertauern konnten die Mittersiller Bergretter nordseitig nicht aufsteigen und haben deshalb unsere Ortsgruppe angefordert“, berichtet Raimund Köll, Ortsstellen-Leiter der Bergrettung Matrei in Osttirol. Vier Matreier Bergretter stiegen gemeinsam mit ihren Mittersiller Kameraden auf, um nach dem Bergsteiger zu suchen.

Der Nebel und die fehlende Landemöglichkeit aufgrund des vielen Neuschnees verhinderten einen Hubschrauberflug. Gegen 16.00 Uhr fanden die Bergretter den 34-Jährigen im Bereich der St. Pöltner Hütte und brachten ihn in das Matreier Tauernhaus. „Der Bergsteiger war geschwächt aber unverletzt. Der Transport im vielen Neuschnee war auch aufgrund der Dämmerung bzw. späteren Finsternis ziemlich schwierig“, so Raimund Köll abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Symbolfoto: Brunner Images

31. Oktober 2013 um