Kunstwerkstatt: Stadt fördert neues Galeriekonzept

Die Trennung von Atelier und Ausstellung, der ebenerdige, straßenseitige Zugang und ein Skulpturenhof sind die wichtigsten Eckpfeiler des neuen Galeriekonzeptes.

Die finanzielle Unterstützung für das neue Galeriekonzept der Kunstwerkstatt Lienz stand am Montag, 11. Mai 2015, auf der Tagesordnung der Lienzer Gemeinderatssitzung. Vor der Beschlussfassung stellte Mag. Rudolf Ingruber das Konzept „Kunstwerkstatt 2015+“ vor. Seit rund 30 Jahren gibt es die Kunstwerkstatt als Einrichtung der Lebenshilfe Tirol in Lienz, vor ca. 20 Jahren ist sie von den Lebenshilfe-Werkstätten in das neue Gebäude in der Mühlgasse umgezogen. „Die Herstellung, die Ausstellung und vor allem auch die Stellung von Kunst sind die tragenden Säulen unserer Einrichtung. Der Austausch mit externen Künstlern war uns immer wichtig. So gab es auch oft schon gemeinsame Ausstellungen mit den Künstlerinnen und Künstlern der Kunstwerkstatt“, so Ingruber einleitend.

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Mit dem neuen Konzept werden Atelier und Ausstellungsraum räumlich getrennt. „Die Verbindung bestehender Räume ermöglicht in Zukunft Ausstellungen auf zwei Geschoßen. Durch mehr Licht im Raum wurde der Kellercharakter neutralisiert“, so der Kunstwerkstatt-Leiter. Auch der Eingangsbereich wird neu gestaltet – künftig ist der Zugang zur Kunstwerkstatt für Besucher von der Mühlgasse straßenseitig und ebenerdig möglich. „Über den Skulpturenhof, den Maurerlehrlinge der Fachberufsschule Lienz errichtet haben, freuen wir uns besonders. Auch er trägt zur Attraktivierung des Eingangbereiches bei“, so Ingruber.

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„Barrierefreie Kunstvermittlung“ nennt der Kunstwerkstatt-Leiter die Serviceleistungen, die er mit seinen Künstlern in Zukunft anbieten will. „Es geht nicht nur um Präsentation und Dokumentation, sondern auch um Inklusion. Wir wollen Führungen, Vorträge und Workshops anbieten. Gemeinsam mit der Lebenshilfe-Werkstätte werden wir auch Begleitmaterial selbst designen“, so Ingruber. Als Perspektiven nannte er die kunstspezifische Bildung und Fortbildung für alle, die unmittelbare Begegnung von Künstlern und Publikum, die Gestaltung neuer Kultur- und Freizeitangebote sowie die Zusammenführung und Steuerung möglichst vieler externer Aktivitäten und Kooperationen.

Als Qualitätssprung im Ausstellungs-Angebot der Stadt Lienz bezeichnete Bgm. LA DI Elisabeth Blanik das neue Galeriekonzept. Von verschiedenen Mandataren wurde gelobt, mit wie viel Herzblut Rudolf Ingruber die Einrichtung leitet und das neue Galeriekonzept vorangetrieben hat. Der Beschluss, die Umbauarbeiten mit 33.000 Euro zu unterstützen, erfolgte einstimmig.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Kunstwerkstatt

12. Mai 2015 um