Kals ist Tiroler Vertreter bei EU-Dorferneuerungspreis

Der in den letzten Jahren behutsam umgestaltete Ortskern gab den Ausschlag, dass das Osttiroler Glocknerdorf für den EU-Dorferneuerungspreis 2014 nominiert wurde.

Eine dreiköpfige internationale Jury besuchte Kals am Großglockner am Mittwoch, 4. Juni, um die Entwicklung des Dorfes vor Ort genau unter die Lupe zu nehmen. 29 Dörfer im gesamten EU-Raum wurden besichtigt, davon sechs in Österreich. Das Land Tirol hat das Glocknerdorf als Tiroler Vertreter für den EU-Dorferneuerungspreis 2014 nominiert. „Wir empfinden die Nominierung durch das Land Tirol schon als große Auszeichnung“, so Bürgermeister Klaus Unterweger.

Grund für die Nominierung dürfte sein, dass Kals seinen Dorfkern seit einem Wettbewerb unter der Leitung der Tiroler Dorferneuerung im Jahr 1995 mit viel Engagement und Kompetenz umgestaltet hat. Auch die vielen Bürgerbeteiligungsprozesse – wie „Kalser Zukunftsgespräche“, die Initiative „Gemeinsam für Kals“, die „Touristische Begleitplanung“ oder die „Lokale Agenda 21″ – dürften dazu beigetragen haben, dass das Glocknerdorf vom Land Tirol nominiert wurde.

Zur Bewertung des Ortes zähle der Gesamteindruck, und damit habe Kals durchaus gute Chancen, erklärte Jurymitglied Carlo Lejeune aus Belgien. Und DI Peter Schawerda fand die Kultur des gemeinsamen Umgangs und die einheitliche Vorgangsweise bei jedem neuen Projekt mit jeweils anderen handelnden Personen als besonders bemerkenswert. Hervorgehoben wurde auch die Rolle der Agrargemeinschaft Kals, die sich neben ihren Kernaufgaben auch verantwortungsvoll für öffentliche Belange einsetzt.

Alle zwei Jahre wird der Dorferneuerungspreis ausgelobt. Die Entscheidung fällt Ende Juni in München. Die Preisverleihung erfolgt Mitte September in Vals in der Schweiz.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Gemeinde Kals/Linder

 

07. Juni 2014 um