Gemeinderat gibt grünes Licht für Dolomitenbad
Architekt Hans Peter Machné präsentierte dem Gemeinderat gestern seine Vision vom neuen Dolomitenbad. Der Grundsatzbeschluss zur weiteren Vorgangsweise fiel einstimmig aus.
Wie bereits berichtet wurden im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung die Pläne für das neue Dolomitenbad von Architekt Hans Peter Machné präsentiert. Die Stadtpolitiker, zuständige Beamte aus dem Rathaus und interessierte Bürger folgten gespannt der anschaulichen Videovisualisierung und den ausführlichen Erklärungen Machnés.
Der Lienzer Gemeinderat sprach sich einstimmig für die vorliegenden Pläne zum Um- und Zubau des Dolomitenbades aus.
Machné betonte den Wert des alten Baues, der von seinem Vater Manfred entworfen wurde, und die beständige Planung, die dem künftigen Um- und Zubau zugrunde liegt. Der Mehrwert sei durch deutlich größere Nutz- und Wasserflächen sowie die Kostenersparnis durch die Niedrigenergiebauweise gegeben. Die Säulen- und Trägerkonstruktion, so der Architekt, würden beibehalten werden.
Im neuen Badkonzept weichen die bisher im Erdgeschoß untergebrachten Kabinen einer beheizten Liegetribüne direkt vor dem Sportbecken, der Kabinentrakt wandert ins Untergeschoß, die Gastronomie wird im Obergeschoß für Schwimmbad-, wie auch andere Gäste genauso Platz finden wie der neue Saunabereich.
Architekt Hans Peter Machné: „Ich kann mit dem Begriff ‚Saunalandschaft‘ nichts anfangen. Wir haben hier eine ‚Saunastraße‘ konzipiert!“ Gleich auf einen Blick sollen die verschiedenen Saunen mit ihrem unterschiedlichen Angebot erkannt werden, der Mitte entlang sollen diverse Fußanwendungen platziert werden. Die Besonderheit stellt sicherlich die Saunadachgestaltung dar. An einem bestimmten Punkt in der großen Saunalounge soll das aus Holz gefertigte Dach die Silhouette der Dolomiten exakt nachzeichnen, was, so Machné, auch ganz spezifisch beworben werden könne.
Eine Steuerungsgruppe bestehend aus Mitgliedern aller Fraktionen hatte sich zuletzt intensiv mit der Planung des neuen Dolomitenbades auseinandergesetzt. Der Gemeinderat der Stadt Lienz dankte diese Mühen nicht nur mit einem einstimmigen Beschluss, sondern auch mit großem Lob für Hans Peter Machné. „Die Planungen wurden nun so umgesetzt, dass ein wirtschaftliches Bad realisiert werden kann!“ meinte etwa Stadtrat Christoph Zanon. Er hofft auf eine Ausschreibung für den Totalunternehmer bereits zum Jahresende. Zuvor aber muss Bürgermeisterin Elisabeth Blanik die notwendigen Finanzmittel für den auf insgesamt 14,5 Mio. Euro geschätzten Um- und Zubau sicherstellen. Der Gesamtfinanzierungsplan muss dann erneut vom Gemeinderat beschlossen werden.
Text: Judith Goritschnig, Fotos: Brunner Images, Visualisierungen: DI Lukas Jungmann, Design agency aberjung, Graz/Lienz


