Zwei junge Ungarn kamen beim Abstieg vom Großglockner nicht mehr weiter
Beim Abseilen kamen die beiden Bergsteiger am Stüdlgrat in Schwierigkeiten und setzten einen Notruf ab. Die Bergung durch die Bergrettung war aufwändig. Im Einsatz war auch ein nachtflugtauglicher Rettungshubschrauber.
Zwei ungarische Bergsteiger im Alter von 19 und 20 Jahren unternahmen am Sonntag, 11. Oktober, von der Stüdlhütte in Kals aus eine Tour auf dem Normalweg zum Großglockner.
Der Aufstieg verlief sehr zögerlich, weshalb die Alpinisten den Gipfel erst gegen 16.00 Uhr erreichten. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte, wollten sie so schnell wie möglich absteigen. Sie informierten sich bei anderen Bergsteigern über die schnellste Abstiegsroute, worauf ihnen der schwierige Stüdlgrat empfohlen wurde.
Aufgrund der einsetzenden Dämmerung, des starken Windes und der Kälte kamen die Ungarn beim Abseilen in Schwierigkeiten und setzten gegen 19.20 Uhr einen Notruf ab. Nachdem eine Hubschrauberbergung am Notfallort nicht mehr möglich war, wurden sechs Kalser Bergretter mit einem nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber bis zur Nebelgrenze auf rund 2800 Meter geflogen.
Von dort stiegen die Einsatzkräfte zu den Bergsteigern auf, wo sie gegen 00.50 Uhr eintrafen. Nach einer kurzen Versorgung wurde mit dem gemeinsamen Abstieg zur Adlersruhe begonnen, wo die Alpinisten um 3.00 Uhr eintrafen. Dort wurde bis zum Beginn der Morgendämmerung gewartet und anschließend der Abstieg in Richtung Ködnitzkees fortgesetzt.
Um 7.30 Uhr konnte die Bergemannschaft samt den verstiegenen Alpinisten vom Polizeihubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen werden. Die zwei in Not geratenen Bergsteiger waren lediglich unterkühlt, blieben sonst jedoch unverletzt.
Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer

