Fruchtige Vielfalt vom Obsthof Webhofer in Gaimberg
Der Obsthof Webhofer mit Sitz am Mesnerhof ist weitum bekannt für die Qualität seiner Produkte. Das Familienunternehmen setzt auf Nachhaltigkeit und Regionalität – und auf eine laufende Erweiterung der Angebotspalette.
„Bio bedeutet natürliche Anbaumethoden ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, Düngern oder Herbiziden“, lässt Michael Webhofer eingangs wissen. Der junge Gaimberger, Absolvent der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg in Südtirol, ist 2021 in den elterlichen Betrieb eingestiegen und leitet heute mit viel Engagement den Bereich Obstbau. Aufdas Siegel „Bio-zertifiziert“ ist Michael stolz, waren und sind mit der Zertifizierung doch sehr viel Arbeit und Einsatz verbunden. „Wir haben in unserem Obstbaubetrieb immer schon auf eine sehr natürliche Weise gearbeitet. Die BIO-Zertifizierung war letztendlich der finale Schritt – und der einzig richtige“, sagt er und erzählt, dass die direkt an den Mesnerhof in Gaimberg anschließende Obstanbaufläche rund drei Hektar umfasst. „Zwei weitere Hektar bewirtschaften wir in Stribach/Dölsach.“ Es sind alles Spindelbäume, die hier in Reih und Glied stehen, auf den gesamt fünf Hektar sind es insgesamt rund 18.000 Obstbäume. „Viele Flächen konnten wir vor einigen Jahren mit einer Hagelschutzvorrichtung ausstatten, um unser Obst effektiv vor Extremwitterungsereignissen zu schützen.“ Die Obsternte wird direkt am Hof weiter verarbeitet. Dafür stehen u.a. auch eine Äpfelsortieranlage sowie ein großes Kühlhaus mit Lager direkt neben dem Hof bereit.



Neue Produkte am Obsthof Webhofer
Michael kultiviert neben Birnen auch mehrere Apfelsorten, darunter Jonagold, Topaz, Pinova, Gala, Natyra oder Boskoop, und erweitert das Sortiment immer wieder auch um neue Sorten. „Heuer sind es zwei Apfelsorten, die wir neu angebaut haben“, lässt er wissen. „Zum einen ist dies der Santana, der sich bestens für den Verzehr durch Allergiker eignet. Santana ist ein typischer Herbstapfel, der spätestens bis Weihnachten gegessen werden sollte.“ Die zweite neue Apfelsorte am Mesnerhof trägt die Bezeichnung „Baya Marisa“. Der rotfleischige Apfel zeichnet sich durch einen süß-säuerlichen Geschmack und einen hohen Farbstoffgehalt aus. Neu sind auch zwei Cider, die man jetzt im Hofladen am Mesnerhof erwerben kann. „Im Prinzip handelt es sich beim Cider um einen erfrischend-perlenden Apfelschaumwein bzw. um einen Apfelsekt, der aus verschiedenen Sorten gegoren wird. Ergänzend zum Sonncider Gold haben wir nun auch den roten Sonncider Rubin (mit rund 3 bis 4 % Alkohol) und den Frizz (ohne Alkohol) im Angebot“, informiert der Obstbauer. Im Hofladen der Webhofers, in dem Michaels Mama Magdalena den Kundinnen und Kunden freundlich-beratend zur Seite steht, finden sich viele weitere Produkte, die direkt am Hof erzeugt werden: Dazu gehören Edelbrände wie der klassische Pregler, Birnen- und Apfelschnaps ebenso wie Himbeer-, Schwarzbeer- und Holunderblüten-Liköre. Nicht zu vergessen sind die naturtrüben Apfelsäfte sowie Apfelessige vom Mesnerhof und der hofeigene Whisky, der in der angeschlossenen Brennerei gebrannt wird.

Regional-bäuerliches Einkaufserlebnis
Um den Kundinnen und Kunden, die in den Hofladen der Webhofers kommen und an regional produzierten, naturnahen Erzeugnissen interessiert sind, noch mehr offerieren zu können, hat sich Familie Webhofer zu einer Angebotserweiterung entschlossen. „Wir arbeiten mit bäuerlichen Produzenten aus Gaimberg und Umgebung zusammen und führen so in unserem Hofladen auch Blüten-, Wald- und Cremehonig, Marmeladen sowie Gemüse von verschiedenen Anbietern wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Erdäpfel. Spätestens bis Weihnachten sollen auch Fleisch- und Milchprodukte, Öle und Weine hinzukommen“, berichtet Michael. „Im Prinzip dürfte sich unser Hofladen so praktisch hin zu einer Art Bauernmarkt entwickeln, sodass das Einkaufserlebnis für unsere Kundinnen und Kunden ein noch viel fältigeres und schöneres wird.“

Brennerei und Veranstaltungslocation
Im ehemaligen Hofstadel des Mesnerhofes, den Friedl und Magdalena 1989 von Friedls Eltern übernommen haben, findet sich die familieneigene Brennerei. „Tscharnok“ und „MesnerMichl“ sind die Namen von zwei Whiskysorten, die Michael und sein Vater hier neben den hauseigenen Schnäpsen herstellen und die in Holzfässern am Hof reifen. In der Brennerei bietet Familie Webhofer auch Schnaps- oder Whiskyverkostungen ab 10 Personen an. Der gemütliche, mit viel Holz eingerichtete „Brennstadel“ kann angemietet werden und hat sich längst schon zu einer gefragten Adresse für Feiern, Vereinsversammlungen, Vorträge und Seminare mit Platz für bis zu 60 Personen entwickelt.


Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: © Martin Lugger


