Neue Nutzung Ansitz Iselhof in Lienz: Angela Frey erhielt Denkmalschutzmedaille 2024

Die Jury lobt unter anderem, dass alle historisch wertvollen und aussagekräftigen originalen Ausstattungsteile erhalten geblieben sind und dass sich der zurückhaltende Erweiterungsbau der historischen Substanz unterordnet.

Die Republik verleiht die Österreichische Denkmalschutzmedaille an Personen, die sich in besonderer Weise um Denkmalschutz und Denkmalpflege verdient gemacht haben. Aus einer großen Anzahl von Vorschlägen hat die Jury heuer 13 Projekte ausgewählt – unter ihnen die „Neue Nutzung für den Ansitz Iselhof in Lienz“.

 

v.l.n.r.: Dr. Christoph Bazil (Präsident des Bundesdenkmalamtes), Preisträger Reinhard Greil, Preisträgerin Dr. Angela Frey, Preisträger Franz Brunner, MMag. Gabriele Neumann (Landeskonservatorin für Tirol), Mag. Theresia Niedermüller (Sektionschefin für Kunst und Kultur)

 

Dr. Angela Frey konnte die Denkmalschutzmedaille 2024 für ihr Projekt am Donnerstag, 24. Oktober, im Lehar-Theater in Bad Ischl entgegennehmen.

 

 

Die Jury wählte den Iselhof aus folgenden Gründen aus (Wortlaut aus dem Gutachten)

Im Ansitz Iselhof sind alle historisch wertvollen und aussagekräftigen originalen Ausstattungsteile erhalten. Das Herrenhaus wird im Umgang mit der Historie bewahrend und ständig materialgerecht in Stand gehalten und denkmalgerecht gepflegt. Mit der behutsamen Sanierung des Wirtschaftsgebäudes ist ein Konzept umgesetzt worden, das es möglich macht, den Ansitz als Tourismusbetrieb zu betreiben und langfristig eine Nutzung über das private Wohnen hinaus zu schaffen. Das Ensemble wurde um einen zeitgemaßen zurückhaltenden Neubau, der sich der historischen Substanz unterordnet, erweitert.

Angela Frey wohnt seit bald 30 Jahren am Iselhof und hat, lange bevor er unter Denkmalschutz gestellt wurde, den Ansitz nach denkmalschützenden Kriterien erhalten und lokale Fachkräfte, die historische Substanzen renovieren oder sanieren, beauftragt. Bei der Sanierung des Wirtschaftsgebäudes hat sie bewiesen, dass es für sie ein inneres Anliegen ist, den Ansitz als kulturhistorische Besonderheit zu erhalten und diesen in ein modernes Wohnkonzept einzubinden, um einen Tourismusbetrieb langfristig sicherzustellen.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Frey

25. Oktober 2024 um