37. Red Bull Dolomitenmann: Internationale Elite neben vielen Osttirolern am Start

120 Teams aus 16 Nationen – davon acht reine Frauenteams – nehmen die Strapazen des härtesten Teambewerbs der Welt am Samstag, 7. September, auf sich. Die Kanuten stürzen sich heuer erstmals in das Wildwasser der Isel.

Was die Sportler:innen beim 37. Red Bull Dolomitenmann erwartet, wissen die internationalen Top-Stars wie Mountainbike-Weltmeister Andreas Seewald aus ihren bisherigen Teilnahmen. Im Vorjahr konnte der Deutsche die Mountainbike-Wertung für sich entscheiden

„Durch das Hochwasserschutz-Projekt in Lienz werden sich die Kanuten heuer erstmals in das Wildwasser der Isel stürzen. Die Mountainbiker:innen biegen nach der Abfahrt über die Moosalm ins Iseltal Richtung Oberlienz ab. Nach der Glanzer Brücke geht es in Richtung Schotterwerk, wo die Übergabe an die Kajakfahrer erfolgt. Ich denke, dass die Pfister zu einem neuen Hotspot auch für die Zuschauer wird. Dort werden die Kanuten nachdem sie kurz ausgestiegen sind über eine Wasserrutsche spektakulär zurück in die Isel sliden“, erklärte Nikolaus Grissmann bei einer Medienpräsentation in Lienz.

 

v.l.n.r.: Nina Karl-Grissmann, Sandra, Nikolaus und Werner Grissmann

 

Wenn Dolomitenmann-Erfinder Werner Grissmann um 10.00 Uhr das Rennen eröffnet, erwarten die Bergläufer:innen rund um den diesjährigen Dominator aus Kenja, Richard Atuya, erbarmungslose 2.000 Höhenmeter auf einer Länge von rund 12 Kilometern. Atuya kommt voll bepackt mit Selbstvertrauen aus seinen beiden Weltcupsiegen am Großglockner und am Monteé du Nid d`Aigle am Fuße des Mont Blancs nach Lienz und startet für das Siegerteam des Vorjahres Kolland Topsport Future. „Ich glaube, dass es heuer in der Entscheidung an der Spitze sehr eng werden wird – neben Kolland gebe ich auch dem Team ELK mit Mountainbiker Andreas Seewald und Paragleiter Aaron Durogati sehr gute Chancen“, so  Nikolaus Grissmann.

Das 2023 knapp geschlagene Team ELK geht nach der Übergabe der Bergläufer auf die Paragleiter am Kuhbodentör mit Topstar Aaron Durogati ins Rennen. Der Italiener kommt vom Fünftagesrennen, dem Dolomiti Super Fly, wo er in einer Rennzeit von 47,39 Stunden Platz zwei belegte – ausgerechnet hinter seinem Landsmann Tobias Grossrubatscher, der beim diesjährigen Dolomitenmann für das Siegerteam 2023 von Kolland startet. Die Paragleit-Statistik des härtesten Teambewerbs der Welt spricht aber für Durogati, der drei Siege auf seinem Lienz-Konto stehen hat. Ihr härtester Rivale in der Luft wird der Schweizer Chrigel Maurer sein, der mit vier Siegen in den vergangenen acht Jahren zu den Sieganwärtern 2024 zählt.

 

Mountainbike-Weltmeister und Lokalmatador Alban Lakata ist bestens vertraut mit dem nach ihm benannten Trail, was die rund 1.600 Meter uphill dennoch nicht leichter macht.

 

Nach ihren spektakulären Punktlandungen im Lienzer Dolomitenstadion schicken die Paragleiter ihre Team-Mountainbiker ins Rennen. Durch das Ortsgebiet von Leisach führt sie die Strecke über die Moosalm bis zur Bergankunft am Hochsteinkreuz auf 2.057 Metern Seehöhe. 19 Kilometer und über 1.600 Höhenmeter werden die Biker:innen hier bereits in den Beinen haben, ehe die 13 Kilometer lange Abfahrt mit einem Durchschnittsgefälle von 26,4 Prozent beginnt. 15 Richtungstore müssen passiert werden, als wären die rasanten Abfahrten am Lakata Trail und über die Skiweltcupstrecke am Hochstein nicht Herausforderung genug.

 

Als erster Athlet könnten Harald Hudetz beim 37. Dolomitenmann seinen achten Disziplinensieg einfahren und damit zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.

 

Erstmals biegen die Mountainbiker:innen nach der Abfahrt über die Moosalm in das Iseltal ab. Nach der Glanzer Brücke erfolgt beim Schotterwerk die Übergabe an die Kanuten, die sich in den Fluten der Isel durch Stromschnellen und Aufwärtszonen kämpfen werden. In der Pfister steigen sie aus dem Wasser, um über eine eigens konstruierte Wasserrutsche spektakulär wieder in die Isel zu sliden. Bevor Kajakweltmeister Hannes Aigner oder der fünffache Dolomitenmann-Gewinner aus Tschechien, Lukas Kubrican, ihren Zielspint auf den Lienzer Hauptplatz antreten, wo die Teams und jubelnde Zuschauermenge sie gebannt erwarten, ist im Kajak Ziel noch eine finale Kajakrolle zu absolvieren.

Die Trophäen für den 37. Dolomitenmann hat wieder der Iseltaler Künstler Gerold Leitner geschaffen. „Nachdem weniger als 10 Prozent reine Frauenteams sind, wird es keine eigene Frauenwertung geben. Die Schnellsten jedes Bewerbs erhalten eine Trophäe – und wir werden auch den gleichen Preis an die jeweils schnellste Dame aushändigen“, informierte Nikolaus Grissmann. Um die Herren- und Damentrophäen zu unterscheiden, hat Gerold Leitner die Sockel für die Damentrophäen aus „Kalser Marmor“ gefertigt.

 

Hier die brandneue Doku „Hinter den Kulissen des Dolomitenmanns“

 

 

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Red Bull Content Pool/Mirja Geh/Christopher Kelemen, Osttirol heute/Mühlburger, Video: YouTube

03. September 2024 um