Marktgemeinde Nußdorf-Debant: „Ausgeglichenes“ Finanzjahr 2021

Eine Steigerung gegenüber 2020 ergab sich insbesondere auch bei den Einnahmen aus den Abgabenertragsanteilen. Der Verschuldungsgrad beläuft sich Ende 2021 auf 28,74 Prozent.

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2021 stand in der Marktgemeinde Nußdorf-Debant unter anderem auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 12. April. „Es ergibt sich ein operativer Gewinn von rund 900.000 Euro und ein Verschuldungsgrad von 28,74 Prozent. Man kann daher durchaus von einem ausgeglichenen und erfolgreichen Jahr 2021 sprechen“, erklärte Bgm. Andreas Pfurner. Im Ergebnishaushalt standen Erträgen von 8.487.952 Euro Aufwendungen von 8.558.375 Euro gegenüber. Nach Zuweisung und Entnahme von Haushaltsrücklagen ergibt sich damit ein Nettoergebnis von minus 163.100 Euro. „Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass Abschreibungen in Höhe von rund 1 Million Euro enthalten sind“, so der Bürgermeister.

Im Finanzierungshaushalt ergibt sich ein Geldfluss aus der voranschlagswirksamen Gebarung in Höhe von minus 239.496 Euro. „Hier ist zu berücksichtigen, dass wir im Budget einen Betrag in Höhe von 270.000 Euro an Landesförderung für das Sportstadion vorgesehen haben. Die Auszahlung erfolgte erst im März 2022. Dadurch wurde der Saldo negativ und beträgt -239.496 Euro gegenüber dem Ansatz im Voranschlag von +156.000 Euro. So haben sich die Liquiden Mittel schlussendlich auf -174.221 Euro verändert“, so Pfurner.

Die Einnahmen aus Abgabenertragsanteilen konnten von rund 2,8 Mio. Euro im Jahr 2020 auf ca. 3,4 Mio. Euro im Jahr 2021 gesteigert werden. Die Darlehen beliefen sich Ende 2021 auf rund 4,479 Mio. Euro – neu aufgenommen wurden 1,1 Mio. Euro, getilgt rund 238.000 Euro.

Die größten Auszahlungen (investive Gebarung) waren der Neubau und die Einrichtung der Umkleiden mit Flutlicht im Sportstadion (1.673.710 Euro), Neuanschlüsse und Großsanierung der Wasser- und Abwasserbeseitigungsanlage (465.540 Euro) und der Ankauf von Fahrzeugen und Geräten für den Bauhof (157.770 Euro). Die größten Einzahlungen (investive Gebarung) waren Wasser- und Kanalanschlussgebühren von Unternehmungen (263.960 Euro) und Grundverkäufe (215.150 Euro).

„Sowohl bei den Ertragsanteilen als auch bei der Kommunalsteuer setzt sich die gute Entwicklung auch im laufenden Jahr fort. Bei den Ertragsanteilen haben wir in den ersten vier Monaten bereits 257.000 Euro mehr eingenommen als im Vorjahr, und auch in Sachen Kommunalsteuer ist das Jahr 2022 gut angelaufen“, erklärte der Bürgermeister abschließend.

 

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger

13. April 2022 um