NR Hauser: Privatvermieter-Petition gestartet

Die Bedeutung des Zu- und Nebenerwerbs im Rahmen der Privatvermietung stellte NR Mag. Gerald Hauser am 3.5. in den Mittelpunkt eines Pressegespräches in Lienz.

Es gehe ihm insbesondere um den Arbeitsplatz zu Hause, betonte Gerald Hauser, der sich als Tourismusausschuss-Obmann im Parlament in Wien intensiv mit Fragen rund um die touristische Entwicklung unseres Landes beschäftigt. Daher habe er die Petition „Maßnahmenpaket für Vermieterinnen und Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen“ gestartet und ersucht dafür um Unterstützung. NR Hauser zielt nach eigenen Angaben auf die Absicherung des Arbeitsplatzes zu Hause und die Anhebung der derzeitigen Höchstgrenze von zehn auf fünfzehn Betten ab. „In dieser Frage konnte ich bereits einen Erfolg erreichen: Die Österreichische Hoteliervereinigung, welche die Interessen von mehr als 1.200 Großbetrieben vertritt, hat mit der Ausweitung auf 15 Betten kein Problem. Das ist ein Quantensprung“, freute sich der Tourismusausschuss-Obmann, der sich wünscht, dass auch die Privatvermieter in Tirol diese Linie unterstützen. Theresia Rainer, Obfrau der Tiroler Privatvermieter, sei jedoch für eine „Gewerbeordnung light“ mit vereinfachter Genehmigung und Kammer-Pflichtmitgliedschaft. Des Weiteren forderte Hauser zeitgemäße Rahmenbedingungen für Service- und Zusatzleistungen und für die Bewerbung. Aktuell gibt es in Österreich mehr als 40.000 Privatvermieter, die pro Jahr durchschnittlich 21 Millionen Nächtigungen erzielen. In Tirol zählt man rund 17.000 Privatmieter, die 2016 rund 22 Prozent der 47.568.247 Übernachtungen verzeichneten.

Im Rahmen des Pressetermins kritisierte Gerald Hauser auch das fehlende Lobbying seitens der Regierungsparteien für den Tourismus: „In Sonntagsreden erklären SPÖ und ÖVP, wie wichtig der Tourismus für sie ist und was sie alles zu seiner Unterstützung und für den ländlichen Raum tun. Auf Bundesebene findet Tourismuspolitik aber vor allem als Folge des Engagements der Opposition statt.“ In der laufenden Gesetzgebungsperiode wurden lt. NR Hauser im Tourismusausschuss 41 Verhandlungsgegenstände (Anträge, Regierungsvorlagen und Berichte) behandelt, davon 35 von der Opposition, zwei von allen Fraktionen und vier von Regierungsseite. 78 Prozent aller Verhandlungsgegenstände wurden mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP vertagt. Im Tourismusausschuss hat es 28 Initiativen gegeben: 12 FPÖ-Anträge, fünf Anträge der Grünen, zwei Anträge der NEOS, drei Team-Stronach-Anträge und sechs Vorlagen von SPÖ und ÖVP. Durchgebracht habe man den Antrag betreffend einer klaren gesetzlichen Regelung für eine unbürokratische und belastungsfreie kurzfristige Mitarbeit von Familienangehörigen in Gastronomiebetrieben.

Text: Politikredaktion, Foto: Oblasser

03. Mai 2017 um