Toblacher Gespräche: Sharing Economy im Fokus
Commons, Digitalisierung und Nachhaltigkeit – die Herausforderungen der Sharing Economy stehen im Zentrum der Toblacher Gespräche vom 29. September bis 1. Oktober.
Teilen, tauschen, gemeinsam nutzen – in der Sharing Economy zeichnen sich die Umrisse neuer Formen des Wirtschaftens und Lebens jenseits des Marktes ab. Diese Entwicklung steht im Zentrum der diesjährigen Toblacher Gespräche, die von 29. September bis 1. Oktober im Kulturzentrum Grandhotel stattfinden. In einem an Praxis und Alltagshandeln orientierten Ansatz, der die Veranstaltung seit den Anfängen im Jahr 1985 prägt, wird die rapide Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft analysiert. Mit dem Ziel, die Herausforderungen der Netzwerkgesellschaft besser zu verstehen, wird anhand von FabLabs, Co-working, RepairCafés, Food- und Car-Sharing diskutiert.
Zum Thema Food-Sharing etwa wird der Gründer des Projektes „Last Minute sotto casa“, Francesco Ardito, seine App präsentieren, die es Händlern im Viertel erlaubt, frische Ware, die übrig zu bleiben droht, zu einem niedrigeren Preis anzubieten, und den Nutzern ermöglicht, das Angebot zeitgleich zu prüfen. Mit Isabella Mader, Simon Schumich und Andrea die Stefano werden die TeilnehmerInnen diskutieren, wie fair die Sharing Economy ist. Davide Pellegrini spricht über die territorialen Entwicklungsperspektiven der Digitalisierung, über Big Data und Kooperations-Plattformen, Silke Helfrich beleuchtet im abschließenden Beitrag Gegenwart und Zukunft der Welt der Commons.
Wie schon in der Vergangenheit legen die Toblacher Gespräche besonderes Augenmerk auf die lokale und die Südtiroler Realität. Im Rahmen der „Wirtschaftsgespräche der Wirtschaftsfachoberschule Innichen 2017″, die gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung sind, werden Studenten Ergebnisse ihres Projektes mit dem Titel „Was kann die Digitalisierung zur Nachhaltigkeit im Oberen Pustertal beitragen?“ präsentieren. Vorgestellt werden auch das RepairCafé in Meran, das Car Sharing in Südtirol und das Projekt „Airbnb und alpiner Tourismus“.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute/Mühlburger


