Platter: „Tirols Forderungen wurden umgesetzt!“
Die Franz-Joseph-Kaserne in Lienz und der Hubschrauberstützpunkt in Vomp bleiben erhalten. Bei der Militärmusik wird nun doch nicht – wie geplant – eingespart.
Bei der Landeshauptleutekonferenz in Salzburg gab Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gestern Mittwoch bekannt, dass die militärische Infrastruktur in Tirol sowie die Militärmusik erhalten bleiben. Mit dieser Zusage kommt nun auch die viel diskutierte Schließung der Lienzer Franz-Joseph-Kaserne doch nicht. „Somit wurden nach mehrmaligen Interventionen in Tirol und Wien unsere Forderungen erfüllt, die wichtigen regionalen militärischen Strukturen aufgrund der geänderten Sicherheitslage aufrecht zu erhalten“, reagierte LH Günther Platter zufrieden. Mit dem Hubschrauberstützpunkt in Vomp bleibe der für den Katastrophenschutz so wichtige einzige Heli-Stützpunkt im Westen erhalten. Darüber hinaus sollen bei den Bataillonen und Kompanien keine Personalkürzungen vorgenommen und der Grundwehrdienst im Land gestärkt werden.
Die Militärmusik Tirol bei der Angelobung von 300 Rekruten in der Garnisonsstadt Lienz im Februar 2015
Die Details zur Ausstattung mit Personal und Gerät werden noch bei einem Besuch des Verteidigungsministers in Tirol geklärt. Dass auch in Sachen Militärmusik die Tiroler Forderungen gehört wurden und es nun doch bei der alten Stärke bleibt, hob Günther Platter als ganz besonders erfreulich hervor. „Die Militärmusikkapellen sind Aushängeschilder des Bundesheeres und haben auch eine große Bedeutung für die Traditionspflege“, so der Landeshauptmann. Die Erhaltung der Militärmusik sei auch ein wichtiges Zeichen für die Blasmusikvereine. „Schließlich sind die Militärmusikkapellen eine wichtige Ausbildungsschmiede für unsere jungen BlasmusikerInnen“, so Platter.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Land Salzburg, Brunner Images
