Bürgermeister fordern Erhalt aller Gebietsbauleitungen
In einer Aussendung treten der Matreier und der Schwazer Bürgermeister für den Erhalt aller Gebietsbauleitungen der Wildbach- und Lawinenverbauung in Tirol ein. „Wiener Bürokraten sollten nicht über die Zukunft der Wildbach- und Lawinenverbauung in Tirol entscheiden“, steht am Beginn einer Presseaussendung von LA Dr. Andreas Köll und dem Schwazer Bgm. Prof. Dr. Hans Lintner. Als Bürgermeister von mit der Geschichte der Wildbach- und Lawinenverbauung in Tirol eng verbundener Gemeinden (Bretterwandbach in Matrei und Eibelschrofen in Schwaz) fordern sie die Aufrechterhaltung von Gebietsbauleitungen in allen Tiroler Bezirken. „Durch die angekündigte Zusammenlegung der Gebietsbauleitungen von Schwaz und Innsbruck würde die größte Gebietsbauleitung Österreichs entstehen, sowohl von der Einwohnerzahl, als auch von der Fläche her, größer als das Bundesland Vorarlberg. Dort werden die anfallenden Aufgaben immerhin von drei Dienststellen abgedeckt“, heißt es in der Aussendung.
Die bestmögliche Abwehr von Wildbachausbrüchen, Hochwasserkatastrophen, Murenabgängen, Lawinen- oder Steinschlagereignissen sowie die damit verbundene ständige Verbesserung der Sicherung des Lebensraumes für Bevölkerung und Urlaubsgäste würden eine der existentiellsten Aufgaben für die Politik und staatliche Verwaltung im Hochgebirgsland Tirol darstellen. „Das nur von Wiener Bürokraten entworfene ‚Strukturkonzept‘ lässt für uns massive Zweifel daran aufkommen, ob das Sicherheitsbedürfnis der Tiroler Bevölkerung, der Wirtschaft und des Tourismus in Wien überhaupt auf gebührendes Verständnis stößt“, so Köll und Lintner unisono. Die endgültige Entscheidung liege jedoch nicht auf Beamtenebene, sondern beim ressortzuständigen Lebensminister DI Niki Berlakovich. „Unser Bundesminister soll die ganze Sachlage noch einmal eingehend hinterfragen und unter Berücksichtigung objektiver Taten und Fakten eine derart schwer wiegende Entscheidung im Sinne der Tiroler Bevölkerung und ihrer Gäste treffen, nicht aber gegen sie“, fordern die beiden Bürgermeister abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Gemeinde Virgen
