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Maßnahmen gegen Geflügelpest ausgeweitet

Auch Tirol wird ab sofort als Gebiet mit erhöhtem Geflügelpestrisiko ausgewiesen. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört insbesondere die „Stallpflicht“.

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Seit November des vergangenen Jahres breitet sich die Geflügelpest (H5N8) in ganz Europa aus. Österreich weitet ab Dienstag, 10. Jänner 2017, die Vorbeugemaßnahmen gegen eine weitere Verbreitung dieser Tierseuche aus. „Zum Schutz der Geflügelbestände ist nunmehr das gesamte Bundesgebiet – also auch Tirol – als Gebiet mit erhöhtem Geflügelpestrisiko ausgewiesen, und es sind daher bestimmte Schutzmaßnahmen einzuhalten“, so Landesveterinärdirektor Dr. Josef Kössler. Die Seuche kann alle Arten von Geflügel betreffen, Erkrankungsfälle von Menschen sind weltweit keine bekannt.

Zu den Vorsorgemaßnahmen gegen die Tierseuche gehört insbesondere die „Stallpflicht“. Geflügel muss entweder in geschlossenen oder zumindest überdachten Haltungseinrichtungen untergebracht sein. Die Tiere dürfen nicht mit Wasser aus Sammelbecken für Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Kontakt gehabt haben könnten. Die Reinigung und Desinfektion von Beförderungsmitteln, Ladeplätzen und Gerätschaften hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen. Außerdem sollen die Tierhalter besonderes Augenmerk auf die Gesundheit der Bestände legen und bei Auffälligkeiten den betreuenden Tierarzt verständigen. Die Vorsichtsmaßnahmen gelten für alle Geflügelhalter, auch für die nichtkommerzielle Kleinhaltung.

Text: Redaktion, Symbolfoto: Martin Lugger