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Kals: TINETZ nahm neues Umspannwerk in Betrieb

In das neue Umspannwerk Kalserbach in Unterpeischlach hat die TINETZ 5,1 Mio. Euro investiert – in einer 2. Baustufe werden noch einmal rund 4 Mio. Euro verbaut. 

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Die beiden TINZETZ-Geschäftsführer DI Thomas Rieder (rechts) und Mag. Thomas Trattler mit der Kalser Bürgermeisterin Erika Rogl 

 

„Wir sorgen dafür, dass das Licht 24 Stunden am Tag nicht ausgeht. Dazu ist es erforderlich, dass wir die Netze vorausschauend ausbauen und die Anlagen nach und nach erneuern. Die Anlage hier in Unterpeischlach wurde Anfang der 1950er-Jahre gebaut. Nun wird sie um insgesamt rund 9 Mio. Euro erneuert“, so TINETZ-Geschäftsführer DI Thomas Rieder bei der offiziellen Eröffnung des neuen Umspannwerkes Kalserbach in Unterpeischlach.

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Im Zuge der 1. Baustufe wurden 5,1 Mio. Euro verbaut, bis 2021 werden im Iseltal weitere rund 37 Mio. Euro investiert.

 

Das neue Umspannwerk wurde in knapp 14 Monaten errichtet. Die Gebäude befinden sich direkt neben der bestehenden Freiluftanlage. Transformatoren verringern dabei die Spannung von 110 kV auf 25 kV, damit der Strom zu den Ortsnetzstationen und weiter in die Haushalte und Betriebe geleitet werden kann. Die Gemeinde Kals, der Matreier Ortsteil Huben, die drei Gemeinden des Defreggentales, St. Johann im Walde, Ainet, Schlaiten und Teile von Oberlienz werden über das Umspannwerk Kalserbach versorgt. „Neun Unternehmen aus Osttirol waren an der Realisierung federführend beteiligt. Ein Großteil der Wertschöpfung konnte so im Bezirk bleiben“, betonte Geschäftsführer Mag. Thomas Trattler.

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Thomas Rieder: „Ich freue mich, dass wir die 1. Baustufe des Umspannwerks Kalserbaches termingerecht und vor allem unfallfrei realisieren konnten.“

 

In einem nächsten Schritt soll ein zusätzliches Umspannwerk im Matreier Ortsteil Seblas errichtet und die 110-kV-Anlage erneuert werden. „Den Baustart planen wir für 2019. Insgesamt investiert und beauftragt die TINETZ bis 2021 weitere rund 37 Mio. Euro für ein noch leistungsfähigeres Stromnetz im Iseltal“, gab Thomas Rieder einen Ausblick in die Zukunft. 2020 soll das neue Umspannwerk in Matrei in Betrieb gehen. Im Anschluss daran wird die zweite Ausbaustufe in Unterpeischlach in Angriff genommen und die alte Freiluftanlage abgebaut.

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Mit rund 500 Mitarbeitern, 45 Umspannwerken und etwa 4.000 Umspannstationen ist die TINETZ der größte Verteilernetzbetreiber Tirols und versorgt mit über 216.000 Entnahmepunkten die Bevölkerung und die Wirtschaft sowie einen Großteil der Elektrizitätsunternehmen in Tirol mit elektrischer Energie. „Von unseren 500 Mitarbeitern sind etwa 300 in den Regionen beschäftigt. 40 bis 50 arbeiten in Osttirol“, so Thomas Trattler.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images