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Im Osttiroler Tourismus zeigt der Trend nach oben

Die Tourismusregion Osttirol blickt auf einen Rekordsommer zurück. Die Nächtigungen konnten von Mai bis Oktober 2016 um 8,3 Prozent deutlich gesteigert werden.

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Herbstliche Stimmung auf dem Golzentipp

 

Wie der TVBO heute mitteilt, konnten in den sechs Monaten von Mai bis Oktober 2016 insgesamt 1.149.427 Nächtigungen bzw. 307.024 Ankünfte erzielt werden. Das letzte Mal wurde ein ähnlicher Wert im Jahr 1997 erreicht - damals allerdings noch mit 23.459 Betten. Heute liegt der aktuelle Bettenstand im Bezirk bei rund 20.000 Betten. Das bedeutet, dass auch die Auslastung deutlich verbessert werden konnte.

Bei genauerer Analyse der Zahlen zeigt sich, dass die Urlaubsregion Nationalpark Hohe Tauern heuer die Nase ganz klar vorne hat (362.997 Nächtigungen). Das Vorjahresergebnis konnte um 10,22 Prozent gesteigert werden. Ein Plus von 11,54 Prozent weist die Ferienregion Hochpustertal mit 307.178 Nächtigungen auf. Ebenfalls zulegen konnten die Ferienregionen Lienzer Dolomiten mit 329.115 Nächtigungen (+ 5,94 %) und die Urlaubsregion Defereggental mit 150.137 Nächtigungen (+ 3,03 %). 

Die größten Zuwächse gehen vor allem auf die Nahmärkte Österreich (+11,1 %), Deutschland (+ 8,8 %) und Benelux (+ 11,4 %) zurück. Aber auch aus dem krisengebeutelten Italien konnten rund 1,5 % mehr Gäste für Osttirol begeistert werden, was zu knappen 140.000 Nächtigungen durch die italienischen Nachbarn führte. Mit über 521.000 Nächtigungen bleibt aber der deutsche Gast unangefochten an der Spitze.

Bei den einzelnen Unterkunftskategorien kommen die Qualitätsbetriebe (3-5 Sterne) mit insgesamt 549.580 Nächtigungen auf einen Anteil von rd. 48 Prozent. Somit ist auch Wertschöpfung wieder deutlich gestiegen: Über 78 Prozent der Nächtigungen wurden davon in den gewerblichen Betrieben erzielt. Auch der Blick auf die Jahreszahlen lässt den deutlichen Trend nach oben erkennen: Über das gesamte Tourismusjahr 2015/2016 (November 2015 bis Oktober 2016) konnte mit über 2,02 Millionen Nächtigungen die magische Zwei-Millionengrenze das erste Mal seit 12 Jahren wieder erreicht werden!

Dementsprechend erfreut äußert sich auch TVBO-Obmann Franz Theurl: „Die Anstrengungen unserer Tourismusbetriebe und die von uns getätigten Marketingleistungen haben sichtlich Früchte getragen. Der Tourismusmarkt in Österreich war der Nutznießer der weltweiten Krisen, das Verlangen nach Sicherheit war eines der vorrangigen Urlaubsbeweggründe für viele Gäste. Jedoch muss auch dieser Gast erst einmal davon überzeugt werden, Osttirol als seine Urlaubsdestination auszuwählen. Und dies hat sichtlich bestens funktioniert.“ Auch die Kooperationsmaßnahmen mit den Qualitätsbetrieben und Angebotsgruppen Osttirols haben sich, so Franz Theurl, bezahlt gemacht. „In der Angebotsentwicklung konnten schon einige Schritte in die richtige Richtung gesetzt werden. Allen voran die neue „Osttirol's Glockner-Dolomiten-Card", die mit einer Erweiterung des Leistungsspektrums im ersten Sommer bereits einen Verkaufszuwachs von 17,8 % erreichte. Die Erwartungen wurden erfüllt, obwohl hier natürlich noch viel Luft nach oben ist.“

Die Nächtigungsstatistik Oktober 2016 hier als Download

Text: Wirtschaftsredaktion, Foto: Carolina Trauner