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Delegation aus Japan zu Besuch im Virgental

Die Delegation recherchiert in Europa über die Umsetzung der dezentralen Energiewende – Virgen wurde vor allem auch wegen seiner alternativen Energielösungen aufgesucht.

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Durch seine bewusste Umwelt- und Energiepolitik ist Virgen in den letzten Jahren österreich- und sogar europaweit bekannt geworden und wurde für alternative Energie-Konzepte mehrfach ausgezeichnet. Die Fachjournalistin Kaori Takigawa-Wassmann wurde auf das Sonnendorf im Iseltal aufmerksam, kontaktierte die Gemeindeführung und organisierte eine Recherche- und Studienreise. Die Gruppe mit Professoren, Forschern sowie Mitarbeitern von Umweltorganisationen und Universitäten recherchiert in Europa über die Umsetzung der dezentralen Energiewende und ist auf der Suche nach alternativen Energie-Konzepten.

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Am Dienstag, 30. August, besuchte die japanische Delegation das Sonnendorf Virgen. Bgm. Ing. Dietmar Ruggenthaler informierte über Meilensteine, Erfolge und mögliche Stolpersteine auf dem Weg zu einer energieautonomen Gemeinde, die ihre Zukunft im Einsatz von ausschließlich erneuerbaren Energien sieht. „Besonders gefallen hat den Besuchern die aktive Beteiligung und Einbindung der Bevölkerung. Delegations-Leiter Prof. Masanobu Uezono interessierte sich insbesondere für die kleinen Maßnahmen, die gesetzt wurden, und deren finanziellen Nutzen – beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung“, berichtet der Bürgermeister.

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Bei der Tour durch das Dorf zeigte sich die zehnköpfige Delegation aus dem Land der aufgehenden Sonne beeindruckt von der schönen Natur- und Kulturlandschaft des Tales. Stationen waren unter anderem ein Kleinwasserkraftwerk, der moderne Recyclinghof und die im Jahr 2010 errichtete Obstverarbeitungsanlage.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Gemeinde Virgen