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TIWAG forciert mit neuen Ladestationen E-Mobilität

In Lienz, Virgen und St. Jakob i.Def. betreibt die TIWAG derzeit Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge. In ganz Tirol gibt es aktuell rund 100 Ladepunkte für E-Autos und E-Bikes.

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TIWAG-Vorstandsvorsitzender Mag. Dr. Erich Entstrasser und Bgm. LA DI Elisabeth Blanik präsentierten die neue Ladestation für E-Autos und E-Bikes in der Pustertaler Straße.

 

Gemeinsam mit der Lienzer Bgm. LA DI Elisabeth Blanik präsentierte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Mag. Dr. Erich Entstrasser Mittwochvormittag die vor Kurzem fertiggestellte Ladestation für E-Fahrzeuge am Parkplatz des Braugasthofs Falkenstein in der Pustertaler Straße. Zwei Parkplätze sind dort jetzt für E-Fahrzeuge reserviert, die Ladestation verfügt über vier Anschlüsse mit einer Maximalleistung von 22,2 kW. „Wir wollen mit einem flächendeckenden Konzept die Ladeinfrastruktur und damit die E-Mobilität in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen. Seit Jahresbeginn haben wir in Tirol acht Ladesysteme neu errichtet, weitere sechs sind in Bau und werden bis Ende des Jahres in Betrieb gehen“, erklärte Erich Entstrasser. Mit 620.000 Euro hat die TIWAG mit ihren Mobilitätspartnern Ladestationen errichtet, mittlerweile stehen solche an 23 Standorten in Tirol zur Verfügung.

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Die Nutzung ist über die TIWAG-Kundenkarte bzw. für Nicht-Kunden über QR-Code und Handy möglich. Die Ladevorgänge werden zählergenau erfasst und monatlich bzw. über Kreditkarte oder PayPal abgerechnet. Links im Bild: Artur Wieser (Wirt des Braugasthofes Falkenstein)

 

4 Euro kostet eine Stunde Strom tanken an der Ladestation in der Pustertaler Straße. „Wir rechnen in Zeit ab, um zu vermeiden, dass jemand länger als der Tankvorgang dauert, am Parkplatz stehen bleibt. Zugang zur Ladestation hat jeder, abgerechnet wird über eine Kundenkarte oder mittels QR-Code über das Handy“, so Entstrasser. 130 bis 160 km beträgt derzeit die Reichweite eines vollgetankten E-Autos, mit den 22,2 kW Ladeleistung kann ein durchschnittliches Elektroauto mit geringer Restreichweite in rund 45 Minuten vollgeladen werden. „Die Stadt Lienz ist in Sachen E-Mobilität schon seit längerer Zeit aktiv. Mit dieser und der Tankstelle für das E-Carsharing verfügen wir in der Stadt nun über zwei Ladestationen. Eine weitere wird die TIWAG am Parkplatz des neuen Dolomitenbades errichten. Für mich ist wichtig, dass es sich um saubere Mobilität handelt und dass der Kraftstoff bei uns im Land produziert wird“, betonte die Lienzer Bürgermeisterin.

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Die TIWAG-Mitarbeiter fahren in Osttirol mit einem E-Auto, der Braugasthof Falkenstein hat zwei Elektro-Fahrzeuge.

 

Am Rande der Präsentation sprach der TIWAG-Vorstandsvorsitzende über aktuelle Projekte in Osttirol, für die derzeit Genehmigungsverfahren in Arbeit sind. Beim Kraftwerk Schwarzach im Defereggental soll eine zweite Turbine errichtet werden. Für das Ausleitungs-Kraftwerk Tauernbach/Gruben in Matrei würde derzeit die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) laufen. „Thema ist hier auch Natura 2000. Es wird einen Verbesserungsauftrag oder eine positive Genehmigung geben. Die UVP steht für das Projekt am Tauernbach erst am Anfang. Ich rechne mit einem rechtskräftigen Bescheid in frühestens drei Jahren“, so Erich Entstrasser.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger