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St. Jakob i.D.: Gelungenes Revitalisierungsprojekt

Im St. Jakober Ortsteil Mariahilf befindet sich ein einst als „Zollhaus“ genutztes Gebäude, das vor Kurzem einer umfassenden Generalsanierung unterzogen wurde.

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Als im September 1919 im Vertrag von Saint-Germain die Grenze zwischen der neu geschaffenen Republik Öster­reich und dem Königreich Italien neu gezogen wurde, fiel Südtirol an Italien und wurde zu dessen nördlichster Pro­vinz. Dies bedeutete u.a. auch für die Osttiroler Ortschaft St. Jakob im Defereggental, dass das Gemeindegebiet nun direkt an italienisches Staatsgebiet anschloss. Um die Grenzkontrolle auf österreichischer Seite zu gewährleisten bzw. im Zusammenhang damit auch bauliche Vorausset­zungen zu schaffen, wurde in den Jahren 1922/23 im St. Jakober Ortsteil Mariahilf das sogenannte „Zollhaus“ er­richtet. Hier waren über viele Jahre Angehörige des Bun­desheeres bzw. der Polizei untergebracht. Später wurde das Gebäude auch privat genutzt bzw. stand dann zuletzt für mindestens zehn Jahre leer. Aus dem Eigentum der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ging das Zollhaus an die Südtiroler Fa. Marbo GmbH über, die es im Jahre 2015 an die Osttiroler Planungs- und Bauleitungs GmbH Modul2 verkaufte. Deren Geschäftsführer, Ing. Martin Mandler und Ing. Thomas Unterweger, entwickelten für das früher unter Denkmalschutz stehende Gebäude ein umfassendes Generalsanierungskonzept, das ab November 2015 konsequent umgesetzt wurde.

 

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Seit Mai 2016 präsentiert sich das „Zollhaus“ nun in neuem Glanz und mit neuem Verwendungszweck: Es soll in Zukunft Gästen aus nah und fern beste Voraussetzungen für einen erholsamen und entspannten Urlaub inmitten der wunderschönen Berglandschaft des Defereggentales bieten. Wie Ing. Thomas Unterweger berichtet, wurde der Bau komplett „ausgehöhlt“ und auf „Rohbaubasis“ vollständig neu ausgebaut. „Wir haben den Dachstuhl großteils erneuert, die thermische Hülle neu aufgebaut, zeitgemäße Holzfenster in Kastenfenster-Optik und mit Fensterläden montiert, die Haustechnik komplett ausgetauscht und eine moderne Pelletsanlage installiert. Das `Zollhaus Neu`verfügt nun über drei Appartments, sechs Doppelbettzimmer, eine Stube im Erdgeschoss als Treffpunkt für die Gäste und über eine Wellnessanlage mit Dampfbad, Finnischer Sauna, Ruheraum und Freidecks mit Verbindung in den Garten. Ergänzend dazu steht ein Carport für drei PKW mit Lagerraum zur Verfügung.“ Alle Einheiten des zukünftigen Gastbetriebes weisen eine Fußbodenheizung und eine modern-gemütliche Innenausstattung auf, bei der großer Wert auf natürliche Baumaterialien, bevorzugt aus der Region, gelegt wurde.

 

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Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: Brunner Images