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Free Solo Masters: Levier und Sinnhuber triumphieren

Die 3. Auflage des „Free Solo Masters Lienz“ erwies sich wieder als Zuschauermagnet. Der Franzose Alban Levier und die Salzburgerin Karoline Sinnhuber siegten.

siegerfoto karoline sinnhuber und alban levier

 

In den Morgenstunden des 15.8. startete in der Sonnenstadt Lienz das Programm des 3. „Free Solo Masters Lienz“. Über zwei Qualifikationsrunden ging es bei den Herren über das Halbfinale bis ins Finale. Geklettert wurde nach den Regeln der internationalen Vorstieg-Bestimmungen. Die Schwierigkeitsgrade steigerten sich bis ins Finale bis 8a. In den beiden Qualifikationsdurchgängen schafften es 15 der 54 Herren bis zum Top, bei den Damen sechs von 19. Aufgrund der Witterungsbedingungen musste das Programm leicht abgeändert werden. Die Damen für das Finale wurden direkt aus den Quali-Durchgängen ermittelt. Im Halbfinale der Herren trennte sich die Spreu vom Weizen: Nur drei Athleten - Jeremy Bonder, Alban Levier und der Zillertaler Alfons Dornauer - kamen bis zum Top. Beim 16-er Griff war für die meisten Athleten Endstation, auch für den russischen Weltcup-Fünften Rustam Gelmanov. 

siegerpose von levier in der wand

Im Finale zeigte der Franzose Levier, warum er sich im Boulder-Weltcup derzeit an der elften Stelle befindet. Als einziger Athlet schaffte er das Top.

 

„Es war ein unglaublich spannender Wettkampf, und der Sieg hier ist großartig“, freute sich der 22-Jährige. Nach Free Solo-Triumphen in Wien und Lienz 2015 musste sich der Russe Rustam Gelmanov, aktuell Fünfter im Boulder-Weltcup, mit Rang zwei begnügen: „So ist der Sport. Ich bin gut in Form, aber Alban war heute besser.“ Immer besser in Fahrt kam auch der Ukrainer Sergii Topishko. Der Weltcup-Boulderer holte sich den dritten Platz vor dem besten Österreicher Alfons Dornauer aus dem Zillertal. Der 23-jährige verwies den ebenfalls als Top-Favoriten gehandelten Franzosen Jeremy Bonder (8. im Boulder-Weltcup) auf den fünften Platz.

karoline sinnhuber

 

Ein Freudenschrei kam aus der Wand, als die 21-jährige Karoline Sinnhuber (18. im Boulder-Weltcup) das Top im Damenfinale erreichte. Dieses Kunststück gelang neben ihr nur noch der Französin Fanny Gibert (6. im Boulder-Weltcup). Doch Sinnhuber war schneller und nach zwei zweiten Plätzen sicherte sie sich ihren ersten Free Solo-Titel. „Das war ein spannendes Finale gegen Fanny. Endlich hat es für meinen ersten Sieg gereicht“, sagte Sinnhuber, die sich wie Levier über einen Siegerscheck in Höhe von 1.000 Euro freuen durfte. „Ich habe schon viel über diese Veranstaltung gehört, und es war meine Premiere in Lienz. Ich hatte großen Respekt vor der Höhe, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Ich komme sicher wieder", meinte Gibert. Dritte wurde die Österreicherin Sabrina Schlager.

rustam gelmanov2

Im Bild der Vorjahressieger Rustam Gelmanov

 

Insgesamt nahmen 74 Damen und Herren das „Free Solo Masters“ am Lienzer Hauptplatz in Angriff. Dabei wurde erstmals eine Osttirol- und Nachwuchswertung ausgetragen. Beste Osttirolerin wurde Maria Troger vor Julia Poppeller und Madlen Marinelli. Bei den Herren dominierte Jakob Troger vor Julian Gruber und Manuel Leiter. Den Sieg in der Nachwuchswertung sicherten sich der 16-jährige Lorenz Bonapace und die 14-jährige Jana Rauth.  

sergii topishko   unter ihm die menschenmassen

Der Zuspruch der Zuschauer war trotz zweier Regengüsse wieder enorm.

 

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Text: Sportredaktion, Fotos: Expa Pictures, PR Martin Roseneder