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Dubai: Startplatz im hinteren Mittelfeld

Mit einem 59. Gesamtplatz im Qualifying steht das Team Niedertscheider beim 24-Stunden-Rennen von Dubai mit seiner Ginetta im hinteren Mittelfeld am Start.

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„Ein langer Tag auf dem Dubai Autodrom neigt sich dem Ende zu. Die Wüstensonne ist schon längst untergegangen, doch auf der Rennstrecke ist es noch taghell. Erleuchtet von den Fernlichtern und Corner Lights der Rennboliden erstreckt sich die Wüstenarena in der Nähe der Skyline von Dubai. In der Box wird noch tatkräftig gearbeitet, und es werden die letzten finalen Vorbereitungen für das morgige Spektakel getroffen”, berichten Martin und Lukas Niedertscheider am Donnerstagabend, 8. Jänner 2015, aus Dubai.

Im ersten freien Training für das 24-Stunden-Rennen durften die Fahrer endlich mit dem richtigen Renngerät – also der Ginetta G50 – die Strecke erproben. Langsam aber sicher tasteten sich Martin und Lukas sowie die Piloten Michael Fischer, Georg Steffny und Marco Maranelli an die Grenzen der Fahrphysik. Geschwindigkeiten über 235 km/h und Kurven mit Vollgas im fünften Gang sind in Dubai Programm. Die Strecke bietet viele sehr schnelle Kurven, die eine gehörige Portion Mut verlangen und den Fahrern kaum Verschnaufpausen gönnen. Alle Fahrer fühlten sich von Anfang an wohl im Auto. „Die Ginetta fühlt sich an wie ein Gokart”, meinte etwa Michael Fischer.

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Für eine Schrecksekunde sorgte Georg Steffny, als sich beim Anbremsen in einer Kurve ein Mercedes SLS innen neben die Ginetta reindrückte und sie vorne links berührte. Ein sofortiger Boxenstopp mit einer kurzen Reparaturpause war die Folge und kostete Gott sei Dank nur Nerven. Es gab dann einige Rot-Phasen, und der Stint-Plan vom Team ging nicht ganz auf. So konnte Marco Maranelli erst im zweiten freien Training in der Ginetta Platz nehmen. Die Piloten steigerten sich weiter und knackten die 2:20er-Marke. Lukas und Michael kämpften um die beste Rundenzeit, die Bestmarke setzte an diesem Tag aber Lukas mit 2:15.848 im zweiten Teil des Qualifyings. Die Zeit reichte für den 7. Klassenrang.

Das letzte Nachttraining barg eine lange „Code-60″-Phase, die das Team aus Osttirol nutzte, um letzte Einstellungen an der Beleuchtungsanlage seiner Ginetta vorzunehmen. Zudem wurden Bremsscheiben gewechselt, eine neue Getriebeölkühlungskonstruktion gefertigt und einige Aufhängungsteile neu verbaut. Mit einem 59. Gesamtplatz im Qualifiying steht das Team Niedertscheider beim Rennen mit einem Platz im hinteren Mittelfeld am Start. „Das ist ein großer Erfolg für das Team, und es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass wir den Trainingstag ohne gröbere Probleme beenden konnten”, meinte Teamchef Martin Niedertscheider am Ende des Tages.

Wir sind mit dem Osttiroler Motorsport-Team in Dubai weiter in Kontakt und halten Sie auf dem Laufenden.

Text: Raimund Mühlburger, Fabian Bonora, Fotos: Team Niedertscheider