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WK-Obmann Aichner: „Ja zu Olympia 2026 in Tirol“

Im Bezirksausschuss hätte die Diskussion einen Grundkonsens über die Sinnhaftigkeit einer Bewerbung Tirols ergeben, teilt die Wirtschaftskammer Osttirol mit.  

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Wirtschaftskammer-Obmann Michael Aichner: „Ich kann angesichts des fragwürdigen Nutzens der Olympischen Spiele der jüngeren Vergangenheit für die Bevölkerung der ausrichtenden Länder die Skepsis vieler Menschen verstehen. Ich denke aber, dass ein Umdenken beim IOC eingesetzt hat. Tirol verfügt bereits über alle benötigten Sportstätten und ist daher auch in der Lage, besonders sparsam und nachhaltig zu agieren. Die Erfolgsaussichten für eine Bewerbung sind also sehr gut. Wir sollten die Chance nutzen und eine Bewerbung Tirols möglich machen.“

 

Gleichzeitig mit der Nationalratswahl findet am kommenden Sonntag, 15. Oktober, in Tirol auch die Volksbefragung zur Bewerbung Tirols für die Olympischen Winterspiele 2026 statt. „Ich schließe mich dem Ja unseres Präsidenten Dr. Jürgen Bodenseer an“, teilt der Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Lienz, Michael Aichner, heute mit. Im Bezirksausschuss hätte die Diskussion einen Grundkonsens über die Sinnhaftigkeit einer Bewerbung ergeben – unter den in der Fragestellung eindeutig definierten Bedingungen, dass es sich um nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Spiele handeln muss. „Für mich persönlich ist ein Ja zur Olympia-Bewerbung auch ein Akt der Solidarität gegenüber Nordtirol, aber auch ein Signal an die ganze Welt, dass Tirol ein herausragendes Sportland ist und überdies in einer von Spannungen und Konflikten geprägten Zeit völkerverbindende Akzente setzen will“, betont Aichner.

Natürlich sollte – und auch das hätte der Bezirksausschuss diskutiert – auch ein direkter Nutzen für Osttirol lukriert werden können. „Die Einbeziehung des Biathlonzentrums in Obertilliach zumindest als ,Edel-Vorbereitungsort‘ auf Olympia 2016 müsste im Fall einer erfolgreichen Bewerbung ebenso festgeschrieben werden wie auch die Unterstützung Osttirols bei der Errichtung von Sportstätten, die bei uns noch fehlen, aber für die Ergänzung des Sport- und Freizeitangebotes wichtig wären. In der Diskussion genannt wurde etwa eine zeitgemäße größere Mehrzwecksporthalle“, so Michael Aichner.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images