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Lienz: Tierheim Osttirol auf Schiene

In Anwesenheit von LH-Stv. Geisler ging heute, 29.11., der offizielle Spatenstich für das Tierheim Osttirol über die Bühne. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2017 geplant.

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Christine Zangerl (Geschäftsführerin Tierschutzverein), Bgm. Matthias Scherer (Planungsverband Oberland), Bgm. Josef Mair (Planungsverband Lienzer Talboden), LH-Stv. Josef Geisler, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Josef Pedarnig, Obmann des Osttiroler Tierschutzvereins, beim heutigen Spatenstich in Lienz

 

„Mit diesem Projekt leisten wir alle gemeinsam einen wirksamen Beitrag zum Schutz und Wohl der Tiere“, freute sich LH-Stv. Josef Geisler heute darüber, dass die Umsetzung des Tierheimes Osttirol nun Realität wird. Bereits vor einem Jahr lag die Förderzusage des Landes für den rund 500.000 Euro teuren Bau und bald danach auch die tierschutzrechtliche Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft Lienz vor. Nach Ausstellung des positiven Baubescheides im Herbst dieses Jahres konnte schließlich mit den Bauarbeiten am Tierheim Osttirol begonnen werden.

Bauherr und Betreiber des Tierheimes ist der Osttiroler Tierschutzverein. Für Obmann Josef Pedarnig brechen neue Zeiten an: „Wir verfügen künftig über adäquate Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere, können aber auch gute Arbeitsbedingungen für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern.“ Der eingeschossige Bau mit einer Nutzfläche von 183 m² umfasst ein beheiztes und ein unbeheiztes Gehege, einen Ordinationsraum für tierärztliche Untersuchungen sowie einen Personaltrakt mit Büro, Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen. Ausgeführt wird das Projekt in Holzbauweise, die beiden bestehenden Container werden weiterhin genutzt.

Tierschutz ist Gemeindesache. Etwas mehr als die Hälfte der Errichtungskosten des Tierheimes soll deshalb von den 33 Osttiroler Gemeinden aufgebracht werden. Von einem Großteil der Gemeinden gibt es Zustimmung und Beschlüsse. „Machen alle mit, fällt für den Bau des Tierheims einmalig ein Betrag von etwas mehr als fünf Euro pro Einwohner an“, erklärten die beiden Planungsverbandsobleute, Josef Mair (Lenzer Talboden) und Matthias Scherer (Oberland). Damit müsse sich nicht jede Gemeinde einzeln um die Unterbringung und Versorgung entlaufener, ausgesetzter oder von der Behörde abgenommener Tiere kümmern. „Die Stadtgemeinde Lienz unterstützt das Tierheim Osttirol darüber hinaus durch die Bereitstellung des bisherigen Grundstücks“, ergänzte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.

Text: Politikredaktion, Foto: Land Tirol