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Impuls: „Absicherung für Menschen mit Behinderung“

Impuls Tirol fordert entsprechende Löhne sowie sozialversicherungs- und pensionsrechtliche Absicherung für Menschen mit Behinderung, die in Beschäftigung sind.   

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LA Josef Schett: „Es geht bei der Entlohnung von Menschen mit Behinderung, die einer Beschäftigung nachgehen, um ein Thema, das den Betroffenen und deren Angehörigen unter den Nägeln brennt." 

 

In einem Antrag fordert der Landtagsklub von Impuls Tirol die Landesregierung auf, bei den Verhandlungen mit den zuständigen Stellen im Bund alles zu unternehmen, damit Menschen mit Behinderung, die einer Beschäftigung nachgehen, einen entsprechenden Lohn erhalten und dadurch sowohl sozialversichert als auch pensionsrechtlich abgesichert sind. „Derzeit gibt es zum Beispiel im Gastronomiebetrieb ,lunchhouse‘ im neuen Landhaus unterschiedliche Entlohnungsbedingungen für dort beschäftigte Menschen mit Behinderung. Der Betrieb steht im Eigentum des Landes“, erklärt dazu LA Josef Schett.

Als völlig unbefriedigend bezeichnet er die Situation für diejenigen Beschäftigten, die für ihre Tätigkeit eine so genannte „individuelle Leistungsprämie“ erhalten. Diese ist kein Lohn im herkömmlichen Sinn, und so können mit dieser Entschädigung auch keine sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche oder Pensionsansprüche begründet werden. „Diese Leistungsprämie kann gekürzt oder sogar ganz gestrichen werden, wenn die Arbeitsleistung nicht den Vorstellungen der Betreuer entspricht. Diese Regelungen müssen dringend geändert werden, um die Situation der Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen zu verbessern. Deswegen haben wir den Antrag heute im Landtag eingebracht“, so Schett.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger