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Lienz: Diskussion um Werbung für Bad-Eröffnung

Zur Eröffnung des Dolomitenbades gibt die Stadt eine Sondernummer der Liebburg-Info heraus. Über Kosten und Streuung kam es zu einer regen Diskussion im Gemeinderat.

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„Geht alles nach Plan, dann wird spätestens im Oktober 2016 das um- und ausgebaute Hallenbad Lienz mit einer neuen, spektakulären Saunalandschaft und einem neuen Restaurant fertiggestellt sein. Der Generalunternehmer sollte das komplette Projekt zu diesem Zeitpunkt an den Bauherren – die Stadt Lienz – übergeben. Ab dann geht es darum, schrittweise den Betrieb hochzufahren und für die Eröffnung vor Weihnachten 2016 alles perfekt vorzubereiten“, steht auf der Dolomitenbad-Homepage der Stadt Lienz zu lesen.

Als eine kostengünstige Variante, das neue Dolomitenbad und die für Ende des Jahres geplante Eröffnung überregional bekannt zu machen, hatte der Stadtrat die Herausgabe einer 20-seitigen Sondernummer der Liebburg-Info grundsätzlich befürwortet. Am Dienstag, 4. Oktober, wurde das Thema im Lienzer Gemeinderat behandelt. Die Streuung dieser Liebburg-Info und die Kosten sorgten für einige Diskussionen. „Die Verteilung in Osttirol, im Pustertal bis Bruneck, in Oberkärnten mit Seitentälern bis Spittal und in Mittersill kostet rund 20.700 Euro, dazu kommen 2.500 Euro für die Gestaltung. In Lienz würde die 20-seitige Broschüre als Amtliche Mitteilung, überall anders als Information der Stadt Lienz erscheinen“, erläuterte Bgm. LA DI Elisabeth Blanik.

„Ich finde die 20-seitige Hochglanz-Broschüre als Information über das neue Dolomitenbad sinnvoll. Wir dürfen die Werbung aber nicht ,überpowern‘. Die Eröffnung wird ja auch über eine Medienkampagne bekannt gemacht. Ich schlage vor, diese Liebburg-Info nur in Osttirol zu verteilen“, meldete sich Vize-Bgm. Siegfried Schatz (SPÖ) als erster zu Wort. GR ÖR Josef Blasisker (FPÖ) unterstützte diesen Vorschlag: „Nachdem die Eröffnung auch über die Medien transportiert wird, finde ich die Streuung in Osttirol als ausreichend. Man könnte ja ein paar Monate nach der Eröffnung mit einer Information nachschießen.“

GR Gerlinde Kieberl (Grüne) sprach sich für die anfangs geschilderte breite Streuung bis Spittal, Bruneck und Mittersill aus: „Ich finde es sinnvoll, dass die Eröffnung gut präsentiert und die Information weit gestreut wird. Die Broschüre ist meiner Meinung nach eine große Chance für das neue Dolomitenbad. Man hat dann schließlich alle Informationen zusammengefasst zu Hause liegen.“ Vize-Bgm. Kurt Steiner (ÖVP) sprach sich für eine engere Streuung aus. „Ich finde es nicht sinnvoll, dass wir die Broschüre bis nach Spittal und Bruneck verteilen. Eine Streuung 50 km in jede Himmelsrichtung erscheint mir als ausreichend.“

Bgm. Elisabeth Blanik sagte, dass in dieser Angelegenheit zwei Herzen in ihrer Brust schlagen würden. „Auf der einen Seite habe ich schon eine große Freude, wenn die Stadt und das neue Dolomitenbad auch überregional so weit wie möglich bekannt gemacht werden, auf der anderen Seite glaube ich, dass wir bei der Werbung nicht zu protzig auftreten sollten“, meinte Blanik und schlug eine Sitzungsunterbrechung vor, in der sich die beiden Vize-Bürgermeister vielleicht einigen könnten.

Nach der Pause verkündete Blanik, dass sich Kurt Steiner und Siegfried Schatz auf einen Kompromissvorschlag verständigen konnten. Der Vorschlag lautete, dass die Sondernummer der Liebburg-Info in Osttirol, in Oberkärnten bis Greifenburg, Stall und Kötschach sowie in Südtirol bis Toblach verteilt wird. In Mittersill wird die Broschüre nicht versandt. Der Kompromiss-Vorschlag fand die einstimmige Zustimmung des Gemeinderates.

Text: Raimund Mühlburger, Grafik: Stadt Lienz/Greiderer