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Sonderförderprogramm soll Impulse im Iseltal setzen

In Lienz wurden die Eckpfeiler des regionalwirtschaftlichen Sonderprogramms Natura 2000 Isel präsentiert. Die ersten 10 Projekte sind eingereicht.

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Clemens Holzer und Michael Hohenwarter vom RMO, BH Olga Reisner und RMO-Obmann Bgm. Dietmar Ruggenthaler informierten am 21.9.2016 über das Natura 2000-Förderprogramm. Das Gesamtpaket umfasst 10 Millionen Euro für 10 Jahre. Für 2016 sind 500.000 Euro im Topf.

 

Vom Natura-Fördergeld sollen Projekte von Tourismusbetrieben oder anderen KMU’s, Vereinen, Gemeinden und Verbänden im Planungsverband 34 (inklusive der Gemeinden Ainet, Schlaiten, Oberlienz) profitieren. Im zentralen Fokus steht dabei die messbare Stärkung des Arbeitsplatzangebotes, die Steigerung der Produktivität von Industrie- und Gewerbebetrieben, die Steigerung der Auslastung und Wertschöpfung in den heimischen Beherbergungsbetrieben sowie die Stärkung der dörflichen Strukturen. 

„Hauptziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die wirtschaftliche Entwicklung des Iseltals begünstigen und vorantreiben. Es sollen nicht nur Großprojekte von den zur Verfügung stehenden Fördermitteln profitieren, sondern auch kleine Investitionen unterstützt werden. Als Beispiel ist hier vor allem die Privatzimmervermietung zu nennen, die eine große Rolle in unserem Förderprogramm spielt“, erklärte BH Olga Reisner beim Presstermin am Mittwoch, 21.9., in der Bezirkshauptmannschaft Lienz. Michael Hohenwarter, RMO-Geschäftsführer, sieht in den strategischen Leitlinien einen nachhaltigen Weg in Richtung Zukunft: „Die Steigerung von Qualität und Innovation in allen Produktions- und Dienstleistungsbereichen sowie der Ausbau regionstypischer Kompetenzen, Ressourcen und Kooperationen sind entscheidende Faktoren für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.“ 

Eine wichtige Aufgabe im Beurteilungsprozess von Projekten kommt dem Fördergremium zu. Dieses gibt als letzte Instanz eine Beschlussempfehlung an das Land Tirol ab. Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner, die den Vorsitz des Gremiums innehat, zeigte sich davon überzeugt, dass auf Basis der ausgewogenen Besetzung des Fördergremiums die richtigen Entscheidungen getroffen werden: „Wir haben mit Karl Poppeller und Andreas Köll zwei Iseltaler Bürgermeister im Gremium und mit Franz Theurl einen Vertreter des Tourismusverbandes Osttirol an Bord.  Mit Christian Stampfer und Werner Draschl sind zwei außenstehende Vertreter des Amtes der Tiroler Landesregierung mit dabei.“ 

Das Regionsmanagement (RMO) fungiert als Schnittstelle zwischen Projektträgern, dem Sachgebiet Wirtschaftsförderung des Landes Tirol und dem Fördergremium. Ferner dient das RMO als Ansprech- und Servicestelle, die den Projektträgern eine optimale Beratung und Betreuung bei ihren Projektanträgen gewährleistet. RMO-Obmann Dietmar Ruggenthaler betonte: „Wir werden uns um jeden Projektantrag kümmern und unser Know-How bereitstellen. Gefordert sind nun alle IseltalerInnen, Ideen und Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen.“ 

Um beim RMO den damit in Zusammenhang stehenden Arbeitsaufwand abzuwickeln, wurde mit Clemens Holzer, einem gebürtigen Matreier, ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der sich eigens um die Projektbetreuung kümmern wird. Als studierter Geograph und langjähriger Mitarbeiter in einer weltweit operierenden Innsbrucker Firma konnte er erste Erfahrungen mit Förderungen auf regionaler und globaler Ebene sammeln.

Text: Politikredaktion, Foto: Osttirol heute/L. Sulzenbacher