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Gerald Hauser: „Ich kämpfe weiter für den Ederhof!“

Nachdem die Bewerbung des Reha-Zentrums Ederhof in der Versorgungsregion Süd gescheitert ist, tadelt der FP-Nationalrat das Land Tirol und die verantwortlichen Politiker.

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NR Mag. Gerald Hauser: „Der Ederhof wurde bei der aufwändigen Bewerbung in der Versorgungsregion Süd im Kreis geschickt. Auch das Land Tirol hat versagt." 

 

Das Reha-Zentrum Ederhof in Iselsberg-Stronach betreut seit gut zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche vor und nach Organtransplantationen. „Ich kämpfe nach wie vor für die Erweiterung dieser Einrichtung. Der Ederhof ist österreichweit ein Aushängeschild, dessen Unterstützung sehe ich als moralische Pflicht an“, teilt der Osttiroler NR-Abgeordnete Mag. Gerald Hauser in einer Aussendung mit. Vor rund zwei Jahren hätten sich Sozialversicherung und Länder auf die Finanzierung von eigenen Kinder-Rehabilitationszentren geeinigt. In vier Versorgungsregionen mit elf Indikationsgruppen wurden 343 Betten für Kinder und Jugendliche sowie zusätzlich 50 Betten für Angehörige definiert.

Nach einem Vergabeverfahren lägen nun die ersten drei Zuschlagsentscheidungen in der Versorgungsregion Süd (Steiermark, Kärnten und südliches Burgenland) vor. In der steirischen Gemeinde Gratwein-Straßengel werde ein Angebot für mobilisierende Indikationen zur Verfügung stehen. In Wildbad Einöd – ebenfalls in der Steiermark – werde es mit Herz-Kreislauf und Pulmologie-Rehabilitation mit 28 Betten sowie mit psychosozialer Rehabilitation mit 24 Betten gleich zwei Indikationsgruppen geben. „Der Ederhof hat sich auch in der Versorgungsregion Süd beworben und wurde mit der Begründung ausgeschieden, er sei gar nicht in der Region Süd“, so Hauser. In der Region West (Tirol und Vorarlberg) gebe es keine Plätze mehr. Und in der Region Nord, wo sich der Ederhof ebenfalls beworben hat, seien die Chancen gering.

„Der Ederhof wurde bei der aufwändigen Bewerbung in der Versorgungsregion Süd im Kreis geschickt. Auch das Land Tirol hat versagt“, tadelt Hauser und fordert Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg auf, sich vehement für ein Bettenkontingent für den Ederhof einzusetzen. Österreichweit müsse es zusätzliche Kontingente geben. Hauser weist auch auf einen einstimmigen Beschluss des Tiroler Landtages hin, in dem die Petition von Bürgermeistern und Landtagsabgeordneten betreffend Errichtungs- und Betriebsbewilligung zur Erweiterung der Patientengruppen im Osttiroler Reha-Zentrum unterstützt werde. Derzeit sind im Ederhof 30 MitarbeiterInnen beschäftigt. „Durch das Reha-Zentrum in Iselsberg-Stronach können im Bezirk Lienz mit seiner überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit hochwertige Arbeitsplätze gesichert und zusätzliche geschaffen werden“, so der NR-Abgeordnete abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Oblasser