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Rasche Realisierung von Schischaukel gefordert

Die Landtagsfraktion von Impuls Tirol machte sich vor Kurzem im Grenzgebiet von Süd- und Osttirol ein Bild vom vielversprechenden Projekt einer Schischaukel Sillian-Sexten.

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Bei einer Geländebegehung mit Touristikern aus Ost- und Südtirol, zu der der Osttiroler Landtagsabgeordnete Josef Schett geladen hatte, fügten sich für die Politiker die Südtiroler und Osttiroler Perspektiven im Sinne einer grenzüberschreitenden Schiverbindung zu einem umfassenden Ganzen zusammen. 

„Die bestehende Infrastruktur wird vom Bezirk Lienz aus schon jetzt intensiv genutzt. Viele OsttirolerInnen fahren in Südtirol Schi, die Gäste ebenso. Dazu kommt, dass auch nicht wenige Osttirolerinnen und Osttiroler hier ihren Arbeitsplatz haben", fasste Josef Schett den Status quo zusammen. Mit der Schischaukel Sillian-Sexten würde seiner Meinung nach also nur das zusammenwachsen, was ohnehin zusammengehört. 

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Auf Südtiroler Seite wurden in den vergangenen 16 Jahren insgesamt vier Seilbahngesellschaften zu der „Drei Zinnen AG“ zusammengeführt und sind seither auch ein starker Teil des „Dolomiti Superski“, des weltweit größten Kartenverbundes, dem insgesamt mehr als 450 Seilbahnen angehören. Mit der Fusionierung sei eine starke touristische Weiterentwicklung einhergegangen, erklärte Kurt Holzer, Präsident des „Consortio Drei Zinnen - Dolomiten“. Jeder Berg müsse erreichbar und vor allem erlebbar sein. Deshalb liege der Fokus auf einer konsequenten Entwicklung der Infrastruktur und dem Schaffen von erlebnisorientierten Produkten und Paketen, so Holzer. Nach den Fusionierungen sei der Umsatz der Seilbahngesellschaft im ersten Jahr um 17% und im zweiten Jahr um 22% gesteigert worden. „Wenn die Seilbahngesellschaft Zuwächse verzeichnet, dann gibt es auch bei den Tourismusbetrieben Zuwächse", so Holzer.  

Zurück auf Osttiroler Seite, schilderte Josef Schett die Vielfältigkeit des Osttiroler Oberlandes und die Chancen einer schitechnischen Verbindung nach Südtirol. „Jede Kleinregion kann ihre speziellen Stärken ausspielen: das Lesach-/Tiroler Gailtal im Bereich Langlauf und Biathlon, das Villgratental im Bereich Schitouren, Freeriding und Winterwandern sowie das an Südtirol angebundene Schigebiet Thurntaler im Bereich Alpinschi. Dieses Gesamtangebot, eingebettet in eine einzigartige Landschaft,  lässt sich auf dem Markt wunderbar positionieren", blickte Schett, der auch Vorstand im Tourismusverband Osttirol ist, in die Zukunft. Eine Anbindung an den Dolomiti Superski sieht er als entscheidenden Baustein und touristische Notwendigkeit: „Das Schigebiet in Sillian wird erst durch die Verbindung nach Südtirol richtig aufgewertet. Deshalb fordere ich die Entscheidungsträger auf, das Projekt rasch und mit größter Entschlossenheit voranzutreiben", so Schett.

Mit der Besichtigung des Angebotes „Urlaub am Bauernhof“ am Schuistlof am Sillianberg, dem höchstgelegenen Bergbauernhof im Pustertal, bei Gaby und Sepp Senfter und einem gemütlichen „Gipfelgespräch“ fand der sehr informative Tag seinen Ausklang bei einer guten Jause. 

Text: Politikredaktion, Fotos: Impuls Tirol