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Schutzwald: Zwei Mio. Bäume in Tirol gepflanzt

Rund 9,5 Mio. Euro wurden 2015 von der öffentlichen Hand und Waldbesitzern in den Tiroler Wald investiert. Das Land will Kleinwaldbesitzer besonders unterstützen.

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LH-Stv. ÖR Josef Geisler (rechts) und Landesforstdirektor DI Josef Fuchs sehen im Wald den besten und günstigsten Schutz vor Naturgefahren. Für widerstandsfähige und klimafitte Wälder, die vor Lawinen, Steinschlag, Muren und Hochwasser schützen, werden die öffentlichen Mittel genauso eingesetzt, wie für vorbeugenden Katastrophenschutz.

 

Etwa zwei Millionen junge Bäume wurden im vergangenen Jahr in Tirols Wäldern gepflanzt. „Durch die intensive Zusammenarbeit von Waldbesitzern, Forstdienst, Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Naturschutz werden in Tirol auf 100% der Schutzwaldflächen Projekte zur Verjüngung und Aufforstung umgesetzt“, teilt dazu Agrar- und Forstreferent LH-Stv. ÖR Josef Geisler mit. Ein besonderes Augenmerk lege das Land dabei auf die Beratung und Betreuung der Kleinwaldbesitzer. „Nur wenn es gelingt, die Kleinwaldbesitzer zu motivieren, den Wald vital zu halten, wird er seine Schutzfunktion auf Dauer erfüllen können“, so Geisler weiter.

Knapp 80% der insgesamt 37.600 Tiroler Betriebe mit Waldbesitz bewirtschaften Waldflächen bis zu fünf Hektar, rund 20.000 dieser Betriebe besitzen über bis zu einem Hektar Wald. „Diesen Kleinstbetrieben bieten wir ein Höchstmaß an Unterstützung bei der nicht immer einfachen Förderabwicklung“, so Landesforstdirektor DI Josef Fuchs. Rund 9,5 Mio. Euro wurden im Vorjahr von den Waldbesitzern und der öffentlichen Hand investiert, etwa 7,8 Mio. Euro davon in den Schutzwald. Dafür wurden Förderungsmittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro ausgeschüttet.

Im heurigen Jahr stehen im Rahmen des EU-Programms ländliche Entwicklung voraussichtlich rund sieben Mio. Euro an Förderungen zur Verfügung. „Die Schwerpunkte liegen auch heuer wieder in den Bereichen Schutzwaldverjüngung, Aufforstung von Mischbaumarten, Durchforstung und Wegebau“, erklärt dazu der Landesforstdirektor.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Oss