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Rasche Bearbeitung durch Behörde gefordert

Seit dem Einstieg in die Wasserkraft Obere Isel GmbH fungieren die Bürgermeister von Prägraten und Virgen auch als Geschäftsführer der Kraftwerksgesellschaft.

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„Wir möchten Gewissheit haben, ob unser Projekt umweltverträglich ist oder nicht. Deshalb hoffen wir auf eine rasche Bearbeitung durch die Behörde“, erklären die beiden Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler aus Virgen und Anton Steiner aus Prägraten.

 

Virgen und Prägraten besitzen je ein Viertel der Anteile an der WKOI GmbH, 50 Prozent hält der Tiroler Projektentwickler INFRA. Seit dieser Woche liegt die Bewertung nach Kriterienkatalog des Fachgremiums Wasserkraft im Amt der Tiroler Landesregierung vor. Das Gremium sieht das Projekt in den Fachbereichen Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft und Raumordnung positiv, in der Gewässerökologie kritisch und im Naturschutz sehr kritisch. Ein Weiterverfolgen des Projektes wird nicht empfohlen. „Wir sind überrascht, dass die Einschätzung des Fachgremiums derart stark von unserer eigenen Bewertung abweicht“, reagiert INFRA-Chef und dritter WKOI-Geschäftsführer Wolfgang Widmann erstaunt. „Wir verzichten jedoch auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Fachgremium, weil das Projekt längst zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht und damit der Kriterienkatalog für uns nicht mehr relevant ist.“

Während die Vorbeurteilung des Fachgremiums rein informellen Charakter hat, ist die viel umfassendere UVP rechtlich bindend. Positiv sieht Widmann, dass im Zuge der UVP auch gleich die Verträglichkeit mit einem allfälligen Natura 2000-Gebiet abgeklärt wird. Im Rahmen der UVP selbst hat zuletzt ein Workshop mit allen Sachverständigen stattgefunden. In Summe sind 39 Gutachter in ebenso vielen Fachbereichen involviert. Die WKOI-Geschäftsführer rechnen mit dem Bescheid im Laufe des Jahres 2015.

Text: Politikredaktion, Foto: Brunner Images