osttirol-heute.at Online-Magazin für die Region Osttirol
Artikel drucken

Bei den „Karterabenden“ in Thurn geht’s gesellig zu

Seit dem letzten Winter laden die Thurner Krampusse von November bis April zu „Karterabenden“ ins Gemeindezentrum und begeistern damit Jung und Alt.

karterabende1 c brunner

 

Osttirolweit bekannt sind die Thurner Krampusse vor allem für das „Tischziachn“, das sie alljährlich am 1. Dezember am Weber-Platzl veranstalten. Am Bauernhof vlg. Weber ist auch Christian Gander, der Obmann des Vereins, zu Hause. „Es war uns ein Anliegen, die in früheren Zeiten sehr beliebten Karterabende wiederzubeleben“, sagt der 29-Jährige. Ursprünglich hätten diese, so Gander, im Widum, später auch im Kammerlanderhof stattgefunden. Als Veranstalter traten die „Thurner Raurakl“ auf.

karterabendetisch4 c brunner

Alljährlich am 1. Dezember veranstalten die Thurner Krampusse das „Tischziachn“ am Weber-Platzl.

 

„Seit 2015 laden wir als Verein zum gemeinsamen Kartenspielen ein. Der Andrang ist groß. Bis zu 40 Teilnehmer kommen zu den Abenden ins Gemeindezentrum. Die jüngsten Karter sind 15 bis 16 Jahre alt, die ältesten weit über 80“, freut sich der Obmann darüber, wie gut das Angebot der geselligen Abende angenommen wird. Jeden 1. Freitag im Monat, von November bis April, finden sich begeisterte Kartenspieler aus dem Dorf, aber auch aus Gaimberg und Patriasdorf im Thurner Gemeindezentrum ein. Gespielt wird mit „doppeldeutschen Karten“, besonders beliebt ist das „Watten“. Zum Einsatz kommen aber auch Kartenspiele wie „Schnellen“, „Schnapsen“ oder „Tarock“.

karterabende3 c brunner

Obmann Christian Gander: „Unsere Karterabende sehen wir als Beitrag zur Belebung des Dorfes – vor allem im Winter, wenn es sonst nur wenige Veranstaltungen gibt. Wir haben beobachtet, dass beim Kartenspielen auch die jüngere und die ältere Generation wieder stärker zueinander finden.“

 

„Auch wenn wir keinen Wettbewerb veranstalten, so zeigt sich doch, dass viele mit großem Ehrgeiz bei der Sache sind. Manchmal wird auch um ein Getränk gespielt. Dann ist der Anreiz natürlich noch größer“, schmunzelt Christian Gander. Die Karterabende sieht er als wichtigen Beitrag zum Gemeinschaftsleben, was in einem kleinen Dorf wie Thurn vor allem im Winter besonders wichtig sei. „Hier finden Kartenspieler verschiedener Generationen zusammen, die sich sonst wahrscheinlich nicht treffen würden. Ein Teilnehmer hat uns erzählt, dass er sogar extra seinen Schichtdienst tauscht, um dabei sein zu können“, erzählt Christian Gander.

karterabende2 c brunner

 

In diesem Winter laden die Thurner Krampusse noch am 9. Dezember, 6. Jänner, 10. Februar, 3. März und 7. April zu Karterabenden – Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr. Für das leibliche Wohl ist mit Hauswürsteln und Getränken gesorgt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images