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Glück, Arbeit, Risiko, Erfolg – Landjugend diskutierte

Unter dem Motto „Lebensraum – Arbeitsraum – Wurzeln schlagen“ lud die Landesleitung der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend zu einem Diskussionsabend nach Thurn.

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v.l.n.r.: Landesobmann Stefan Egerbacher, Bezirksleiterin Greta Oberegger, Michael Wieser, Peter Ortner, Edwin Meindl, Landesleiterin Martina Brunner und Bezirksobmann Harald Wilhelmer

 

Peter Ortner, Edwin Meindl, Michael Wieser – dem Erfolgsgeheimnis dieser drei Osttiroler gingen Mitglieder der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend im Kammerlanderhof in Thurn auf den Grund. „Drei Eigenschaften prägen das Leben aller drei Gesprächspartner. Sie arbeiten hart, hatten eine gehörige Portion Glück und scheuen kein Risiko“, so Landesobmann Stefan Egerbacher, der gemeinsam mit Landesleiterin Martina Brunner zum Diskussionsabend lud. 50 junge Mitglieder der TJB/LJ folgten der Einladung in den Kammerlanderhof, auch Hausherr Bgm. Reinhold Kollnig beteiligte sich.

Ursprünglich war Peter Ortner aus Nußdorf-Debant Hirtenhelfer. Er verdankt es unter anderem dem schlechten Wetter, dass er zu einem der bekanntesten Kletterer Österreichs wurde. „Es gibt immer irgendwo einen höheren Berg als zu Hause. Ich bin durch das Bergsteigen sehr viel in der Weltgeschichte herum gekommen, und dennoch komme ich immer wieder gern nach Osttirol zurück, weil meine Heimat einfach alles bietet, was mein Herz begehrt“, so eine der interessanten Aussagen des Extremkletterers.

Edwin Meindl hat vor 18 Jahren seine Firma Micado Smart Engineering gegründet. „Ich habe am Anfang nicht genau gewusst, in welche Richtung es gehen soll. Vielleicht hat mir genau das den Mut gegeben, noch mehr Risiko einzugehen“, so der Unternehmer, dessen Spannvorrichtungen für die Flugzeug-Industrie weltweit gefragt sind.

Tischlermeister und Innenarchitekt Michael Wieser aus Strassen bezeichnete sich selbst als „klassischer Tiroler“. „Zuerst besuchte ich die Hauptschule, dann die Handelsakademie, und nach dem Bundesheer absolvierte ich eine Lehre als Tischler im Betrieb meines Bruders. Ich wollte aber immer schon selbst etwas schaffen und finde es faszinierend, selber zu planen“, erzählte Wieser aus seinem jungen Leben. Er war der jüngste Tischlermeister Österreichs und arbeitet inzwischen in seiner eigenen Firma – einem Planungsbüro in Strassen.

„Das sind Erfolgsgeschichten, die in unserem direkten Umfeld geschrieben werden, nicht in einer weit entfernten Großstadt. Wir haben es hier mit drei jungen Osttirolern zu tun, die hart an der Verwirklichung ihrer Träume gearbeitet und es geschafft haben, ihr Hobby zum Beruf zu machen und dennoch ihren Wurzeln treu zu bleiben“, so das Resümee von Landesleiterin Martina Brunner am Ende des Abends.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend