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JungforscherInnen-Preis für gebürtige Oberlienzerin

Die Auszeichnung wurde heute im Rahmen der Tiroltage beim Europäischen Forum Alpbach verliehen. Unter den drei Preisträgern die gebürtige Osttirolerin Dr. Daniela Lobenwein.

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Im Bild die KandidatInnen für den JungforscherInnen-Preis 2016 (v.l.n.r.): Katharina Crepaz, Michael Volgger (3. Preis), Ksenia Morozova (1. Preis), Michele Brighenti, Roberta Rosa und Daniela Lobenwein (1.Preis).

 

Forschung und Innovation zählen zu den Schlüsselbereichen für die Entwicklung unserer Gesellschaft. In der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino wird die interregionale Grundlagenforschung auf internationalem Niveau seit 2014 mit einem eigenen Forschungsfonds mit jährlich 1. Mio. Euro forciert. Im Rahmen eines Mobilitätsfonds stehen jährlich zusätzlich 100.000 Euro für gemeinsame Lehrveranstaltungen zwischen den Unis Innsbruck, Bozen und Trient zur Verfügung, um die Mobilität der Studierenden und Lehrenden zu fördern. 35 interregionale Seminare und gemeinsame Exkursionen werden so möglich. Nicht zuletzt wird außerdem beim jährlichen Tiroltag in Alpbach der JungforscherInnen-Preis vergeben, für den man 2016 insgesamt 19 Einreichungen verzeichnete.

Wie Konrad Bergmeister, der Vorsitzende der Jury, am Samstag, 20.8., bekannt gab, geht der mit 2.000 Euro dotierte Preis in diesem Jahr an zwei Preisträgerinnen, an Daniela Lobenwein von der Medizinischen Universität Innsbruck und Ksenia Morozova von der Freien Universität Bozen. Die Medizinerin Daniela Lobenwein widmet sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Can Tepeköylü einer vielversprechenden Schockbehandlung, während sich Ksenia Morozova mit einem Spezialthema aus der Lebensmitteltechnologie befasst. Den dritten, mit 500 Euro dotierten Preis erhielt Michael Volgger von der Europäischen Akademie Bozen für eine Tourismusstudie.

Die aus Oberlienz stammende Medizinerin, die an der Med. Uni Innsbruck arbeitet, absolvierte im Rahmen ihres Studiums der Humanmedizin mehrere Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland, u.a. an der Harvard Medical School in Boston, an der University of Pennsylvania in Philadelphia und am Deutschen Herzzentrum Berlin und war von 2012 bis 2015 als Tutorin am Department für Anatomie, Histologie und Embryologie der Medizinischen Universität Innsbruck und als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Michael Grimm an der Universitätsklinik für Herzchirurgie Innsbruck tätig. In ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Shock Wave Treatment induces angiogenesis in the aortic ring assay via a VEGF-dependent mechanism“ befasste sich Dr. Lobenwein mit möglichen neuen Therapieansätzen zur Regeneration von Herzmuskelgewebe nach einem Herzinfarkt. 

Text: E. Hilgartner, Foto: Europäisches Forum Alpbach/M. Noisternig