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Matrei: Ein alter Stadel voller Klaubauf-Larven

Andreas und Franz Oberschneider eröffneten gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern im „Bäckenstodl“ ein Klaubaufmuseum, das ab sofort öffentlich zugänglich ist.

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v.l.n.r.: Franz Oberschneider jun., Franz Oberschneider sen., Bgm. BR Dr. Andreas Köll, Andreas Oberschneider

 

Seit vergangenem April hat Andreas Oberschneider gemeinsam mit seinem Vater Franz, seinen Onkeln und Cousins den „Bäckenstodl“ mitten im historischen Zentrum der Iseltaler Marktgemeinde zu einem Museum umgebaut. Am Freitagnachmittag, 1. Juli 2016, wurde dort das „Matreier Klaubaufmuseum“ eröffnet. „Den Grundstein für dieses Museum haben mein Vater und mein Opa gelegt. Vor Jahren hat es hier die erste Klaubaufausstellung gegeben. Großer Dank gebührt auch Stefan Mattersberger, der nicht nur selber Larven schnitzt, sondern auch unzählige Skizzen und Bilder angefertigt hat“, so Andreas Oberschneider in seiner Begrüßung.

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Andreas Oberschneider: „Wir wollten den Charakter des alten Stadels mit viel Holz und Steinmauern unbedingt erhalten. Das Klaubaufmuseum soll permanent offen sein. Ich bedanke mich bei allen Schnitzern, die Larven zur Verfügung gestellt haben.“

 

Über 120 Larven von 26 Schnitzern aus Matrei und der Region aus der Zeit 1850 bis heute sind ab sofort hier ausgestellt, dazu viele Klaubauf-Utensilien, wie Glocken und Pelze, sowie Bilder, auf denen das jahrhundertealte Brauchtum des Klaubaufgehens abgebildet ist. „Wir sehen das Museum auch als eine Art Plattform, wo man sich über den Brauch austauschen, sich auf die Klaubauftage freuen oder einfach nur Spaß haben kann“, erklärte Andreas Oberschneider.

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Als einer von vielen Gratulanten stellte sich der Matreier Bgm. BR Dr. Andreas Köll bei der Eröffnungsfeier ein. „Unser jahrhundertealtes Brauchtum des Matreier Klaubaufgehens manifestiert sich jetzt nicht nur in den alle Jahre stattfindenden Matreier Gesprächen, sondern auch in diesem Klaubaufmuseum der Familien Oberschneider. Hier wird in gelungener Weise präsentiert, was das unverfälschte Brauchtum ausmacht“, freute sich der Bürgermeister. Er berichtete auch, dass nun auch vom Land Tirol bestätigt wurde, dass es für das Klaubaufgehen in Matrei weder einen Verein noch eine Veranstaltungsmeldung braucht. „Mit dem sogenannten ,Tischzoichn‘ in Huben verhält es sich anders, aber dafür ist die Bezirkshauptmannschaft und nicht die Gemeinde zuständig, weil es sich um eine gemeindeübergreifende Veranstaltung handelt“, so Köll.

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Das neue Matreier Klaubaufmuseum im „Bäckenstodl“ im Hintermarkt ist ab Samstag, 2. Juli 2016, geöffnet.

 

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Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images