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Hermann Pedit erhielt Ehrenring der Stadt Lienz

Die Ausstellung zum 80. Geburtstag des Künstlers Hermann Pedit wurde am 14. August 2013 auf Schloss Bruck eröffnet - Pedit erhielt den Ehrenring der Stadt Lienz. 

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Aus den Händen von Bgm. DI Elisabeth Blanik und Vize-Bgm. Meinhard Pargger erhielt Hermann Pedit den Ehrenring der Stadt Lienz.

 

Hermann Pedit ist nach Ehrenbürger Albin Egger-Lienz erst der zweite Künstler, der eine derart hohe Auszeichnung der Stadt Lienz erhält. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 14. August 2013, überreichte Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik dem Lienzer Künstler den Ehrenring. „Dass Hermann Pedit in seinem Schaffen bewusst die Regionalität über die Internationalität gestellt hat, war und ist für unsere Stadt und das kulturelle Leben in ihr von außerordentlicher Bedeutung“, so Blanik. Als Freund der Familie sprach Dr. Johannes Hibler über den Menschen Hermann Pedit und würdigte seine Leistungen für Lienz und Osttirol. Der Künstler wurde 1933 in Lienz geboren und erhielt nach einer vom Krieg geprägten, schweren Kindheit erste Ausbildungen an der Zeichenschule Kirchmayr in Innsbruck, später studierte er bei Sergius Pauser und Fritz Wotruba an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

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Über die hohe Auszeichnung freute sich nicht nur der 80-jährige Künstler, sondern auch seine Gattin Elisabeth.

 

Kunsthistorikerin Dr. Marianne Hussl-Hörmann sprach über das künstlerische Lebenswerk des Malers, besonders über seinen großen, rund hundert Bilder umfassenden Zyklus „Nacht der Seele“. In diesem hat Hermann Pedit seine Eindrücke vom Krieg am Balkan verarbeitet. Mehrere Male ist Pedit 1997 in das von Krieg und Gewalt gezeichnete ehemalige Jugoslawien gereist - in die Städte Vukovar, Srebrenica und Sarajevo. Seine Erlebnisse und Eindrücke dort hat er im Atelier in Lienz auf bis zu zwei Meter große Leinwände und Holzfaserplatten gemalt. „Hermann Pedit sucht nicht nach Sensationsbildern, sondern vielmehr nach dem Grund, dem Sinn oder der Sinnlosigkeit unserer Handlungen, und in diesem Zyklus hat er auch versucht, seine Erinnerungen vom Krieg am Balkan festzuhalten“, so Hussl-Hörmann über „Nacht der Seele“. Bilder aus diesem Zyklus sind in der Ausstellung „Hermann Pedit Arbeiten/Opere 1950 - 2013“ ebenso zu sehen wie seine Selbstporträts, die von Kubismus, Surrealismus und Expressionismus geprägten Bilder der 1950er- und 1960er-Jahre und einige der großen Landschaftsbilder, die Pedit in seinem Anfang der 1990er-Jahre gebauten Gartenatelier am Brennerleweg geschaffen hat.

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Die Retrospektive hat Hermann Pedits Sohn Gaudens gemeinsam mit Kunsthistorikerin Mag. Anja Werkl zusammengestellt. Die Pedit-Bilder sind bis 27. Oktober 2013 im neu adaptierten Westtrakt von Schloss Bruck zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung im August täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, im September und Oktober täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr. Zur Schau ist auch eine umfangreiche Monographie erschienen, die Hermann Pedits Gesamtwerk aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

 

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Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images