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Projekt „Kunstschatz Lichtbild“ vorgestellt

Partner aus Süd-, Nord- und Osttirol arbeiten über Interreg an Erschließungs- und Vermittlungsmaßnahmen zum qualitätsvollen Umgang mit historischen Lichtbildern. 

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v.l.n.r.: Dr. Richard Piock, der Südtiroler Museumslandesrat Florian Mussner, die Tiroler Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader, der Südtiroler Kulturlandesrat Philipp Achammer, der Brunecker Bgm. Roland Griessmair, Dr. Martin Kofler (TAP-Leiter) und der frühere Brunecker Bgm. Christian Tschurtschenthaler

 

In Bozen stellten die Südtiroler Landesräte Philipp Achammer und Florian Mussner sowie die Tiroler Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader, Dr. Richard Piock (Obmann des Vereins Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst) und der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair das mit Jänner 2017 gestartete Interreg-Projekt „Kulturschatz Lichtbild“ am Donnerstag, 16. März, vor. Zentrales Thema des Projektes ist die Definition von Maßnahmen zum geschulten Umgang mit historischer Fotografie. Um Fotos zu konservieren und zugänglich zu machen, werden vielerorts Digitalisierungs-, Sicherungs- und Archivierungsvorhaben umgesetzt. Vor allem für ehrenamtlich Tätige im Chronik-, Archiv- und Museumsbereich sowie in der Erwachsenenbildung fehlten aber bisher oft zielgruppenspezifische Leitlinien für den Umgang mit dem analogen und digitalen „Kulturschatz Lichtbild“. Im Rahmen des Projekts werden Leitlinien erarbeitet, die diese Zielgruppen in punkto Qualitätssicherung und -steigerung unterstützen. Eigene Workshop-Module, ein E-Learning-Angebot und Beratungsgespräche stehen allen Interessierten zur Verfügung.

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Lienz, um 1890 (Fotograf: Johann Unterrainer; Sammlung Gernot Meirer – TAP)

 

Als Projektergebnisse wird die Erstellung von fünf Leitlinien zur Geschichte der Fotografie in Tirol und Südtirol, zu den Fotorechten, zur physischen Archivierung und inhaltlichen Erschließung, zur Digitalisierung und Retusche sowie zur Langzeitarchivierung angestrebt. Weiters werden etwa 12.000 Bilder aus Pilotbeständen neu erfasst, ca. 5.000 Bilddateien und Metadatensätze als Open Data zur Verfügung gestellt sowie zwei virtuelle Ausstellungen organisiert und eine Applikation für mobile Endgeräte entwickelt. Das Projektbudget beläuft sich auf insgesamt 1.348.000 Euro. Die Kosten werden durch EFRE-Mittel, nationale Förderungen und Eigenmittel finanziert.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Presseamt Südtirol, TAP