- Kultur
- Mittwoch, 27. Juni 2012
Hannelore Nenning stellt Uferbilder im NP-Haus aus
Die Schau „Osttiroler Uferbilder“ von Hannelore Nenning im Matreier Nationalparkhaus wurde am 26.6. im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Die Bilder zeigen eindrucksvoll die Kraft der Natur.

Mag. Hannelore Nenning: „Die ästhetische Qualität unserer Gebirgslandschaft wird durch das Zusammenspiel von Gelände und Wasser bestimmt."
Ausschließlich Bilder von Gewässern und Uferlandschaften werden in der heurigen Sommerausstellung zum Jubiläum „20 Jahre Nationalpark Hohe Tauern" in der Galerie des Matreier Nationalparkhauses ausgestellt. Nationalparkdirektor DI Hermann Stotter würdigte bei der Eröffnung am Dienstag, 26. Juni 2012, das künstlerische Schaffen von Mag. Hannelore Nenning und freute sich darüber, dass die Naturschönheiten des Nationalparks und des gesamten Bezirkes immer mehr in den Fokus von Künstlern rücken. „Es entspricht auch unserem Bildungsauftrag, dass wir Bilder wie diese zeigen, die die Kraft unserer Gletscherbäche in so eindrucksvoller Weise vor Augen führen“, so Stotter in seiner Begrüßungsrede.

v.l.n.r.: NP-Direktor DI Hermann Stotter, die Künstlerin Mag. Hannelore Nenning, Dr. Marga Hubinek und Peter Haßlacher vom OeAV bei der Ausstellungseröffnung
„Obwohl unser Nationalpark mit seinen markanten Gebirgsformationen, seiner besonderen Flora und Fauna, eingebettet in eine uralte Kulturlandschaft, auch noch andere interessante Sujets anbietet, zeige ich diese Bilder, weil mir Sorgen bereitet, wie unsere Fließgewässer noch immer oder schon wieder behandelt werden“, betonte die Künstlerin in ihrer Rede und beschrieb eindrucksvoll die Motive ihrer Uferbilder: „Die herrliche türkisgrüne Farbe verdanken unsere Bäche und Flüsse der Klarheit des Wassers und seiner Tiefe. Auch die wunderbar schäumende, spritzende Gischt, die den Anblick unserer rauschenden Gebirgsbäche zu einem erfrischenden Schauerlebnis macht, finden Sie nur dort, wo das Wasser Kraft hat.“
Neben zahlreichen Kunstinteressierten kamen auch viele Menschen zur Vernissage, die sich damals wie heute für den Erhalt der Osttiroler Fließgewässer und gegen den Zugriff von Energiekonzernen auf das Wasser einsetzen – die ehemalige Nationalratspräsidentin Dr. Marga Hubinek, Dr. Wolfgang Retter vom Netzwerk Wasser Osttirol, Theresia Hartig, Theresia Brugger und Mitglieder der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental.
Peter Haßlacher vom Österreichschen Alpenverein hielt als Österreich-Vorsitzender der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA die Eröffnungsrede: „Zu zwei runden Geburtstagen habe ich Werke von Hannelore Nenning bekommen. Die Variation der ausgestellten Uferbilder ist Ausdruck für die Verschiedenheit der Landschaft vor Ort. In erster Linie sind es die kleineren Gewässer, die noch einen hohen Natürlichkeitsgrad aufweisen. In der Auseinandersetzung zwischen Landschaftsschutz und Energiegewinnung durch Wasserkraftwerke stehen wir heute aber gleich unversöhnlich da wie vor 30 Jahren“, so Haßlacher.
Text: Redaktion, Fotos: Journal/Sulzenbacher

