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Selbsthilfetag: „Auftanken, bevor nichts mehr geht“

Der Prävention von chronischem Stress und Burnout sowie dem Thema Sucht widmet sich der 8. Osttiroler Selbsthilfetag, der am 11. November in der LLA Lienz stattfindet.

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Der Selbsthilfeverein Osttirol mit Obfrau Daniela Meier und Geschäftsstellenleiter Wolfgang Rennhofer organisiert heuer bereits zum 8. Mal einen Selbsthilfetag.

 

Der Selbsthilfeverein Osttirol  organisiert alle zwei Jahre einen Selbsthilfetag, heuer bereits zum 8. Mal. „Unser Selbsthilfetag ist mittlerweile zu einem Fixpunkt zum Thema Gesundheit geworden und hat inzwischen eine wertschätzende Bekanntheit nicht nur in Osttirol, sondern auch in den angrenzenden Bezirken sowie in Südtirol erlangt“, berichtete Geschäftsstellenleiter Wolfgang Rennhofer bei einem Pressegespräch am Mittwoch, 25. Oktober.

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Geschäftsstellenleiter Wolfgang Rennhofer: „Zur Bewältigung von Krankheiten bzw. sonstigen Problemen schließen sich Menschen in Selbsthilfegruppen zusammen, um durch den Erfahrungsaustausch mit anderen ihre persönliche Lebenssituation besser bewältigen zu können. Bei regelmäßigen Gruppenarbeiten wird versucht, die äußere und innere Isolation aufzuheben.“

 

Die Prävention von chronischem Stress und Burnout sowie die vielen Facetten unserer Süchte und Sehnsüchte stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Selbsthilfetages. „Wir wollen aufzeigen, wie man Auftanken kann, bevor nichts mehr geht. Die Früherkennung, bewährte Methoden des Stressmanagements und die psychologische Beratung werden genauso thematisiert, wie Ernährung und Bewegung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Stressresistenz haben“, so der Geschäftsstellenleiter. Hubert Neuper, einst erfolgreicher Skispringer und heute international anerkannter Sport und Veranstaltungsmanager, spricht über die Herausforderung, trotz steigender Erwartungshaltung, gesellschaftlicher Anerkennung und einem Meer an Verpflichtungen, seine eigene Persönlichkeit zu bewahren.

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Hubert Neuper gilt als Visionär und Grenzgänger. Anhand persönlicher Erlebnisse wird er bei seinem Vortrag illustrieren, wie man unmöglich Erscheinendes zur Realität machen kann.

 

Unsere Süchte und Sehnsüchte sind der zweite Themenkomplex, der beim 8. Osttiroler Selbsthilfetag in den Mittelpunkt gestellt wird. „Es geht uns insbesondere um die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Sucht und die Ermutigung, sich mit Sucht, Genuss und Suchtmittelmissbrauch aktiv und öffentlich auseinanderzusetzen“, so Wolfgang Rennhofer. Mathias Wald, ehemaliger Drogenkonsument und nunmehriger Experte für Suchtprävention, ist bei den Vorträgen ebenso zu hören, wie Primar Dr. Martin Schmidt, Leiter der psychiatrischen Abteilung des BKH Lienz. Werner Pfeiffer vom SchwerhörigenZentrum Tirol spricht beim Selbsthilfetag über die „versteckte Behinderung“ Schwerhörigkeit.

8. Osttiroler Selbsthilfetag
Samstag, 11. November 2017, 9.00 bis 17.00 Uhr, LLA Lienz
9.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
9.30 Uhr: „Über den Kritischen Punkt – Spuren des Erfolges“ mit Hubert Neuper
11.00 Uhr: „Everybody’s Darling ist everybody’s Depp!“ mit Prof. Mag. Renate Kreutzer
12.00 Uhr: „Wenn die Zukunft dunkel scheint! Nicht zögern – reden!“ mit Viktor Staudt
13.00 Uhr: „Schwerhörigkeit – die versteckte Behinderung“ mit Werner Pfeiffer
14.00 Uhr: „Leichtigkeit und Schwere – Sucht hat immer eine Geschichte“ mit Mathias Wald
15.30 Uhr: „Suchtprobleme Jugendlicher und junger Erwachsener“ mit Prim. Dr. Martin Schmidt,
„Sucht und Suchtvorbeugung“ mit Mag. Raphaela Banzer
während des Vortragsprogramms verschiedene Workshops, Gesundheitsstraße, Ausstellungen

Details unter www.selbsthilfe-osttirol.at

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Kraner, Neuper