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Tiroler Hospizkonzept schreitet voran

Das Konzept bildet den Rahmen für die Hospiz- und Palliativversorgung. Bis 2018 soll das Hospizkonzept in Tirol flächendeckend umgesetzt sein.

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v.l.n.r.: Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, LH Günther Platter, Elisabeth Zanon (Vorsitzende Hospiz-Gemeinschaft), LH-Stv. Ingrid Felipe, TGKK-Obmann Werner Salzburger

 

Auf acht Säulen aufbauend stellt das Konzept verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung von Betroffenen zur Verfügung. In den letzten Tagen wurden vom Land Tirol wesentliche Schritte für die Realisierung von weiteren Maßnahmen gesetzt. „Allen schwerstkranken Menschen zu Hause, im Heim, im Krankenhaus oder in einer speziellen Hospizeinrichtung soll ein würde- und respektvoller Lebensabend in angemessener Umgebung ermöglicht werden. Sie sollen sich darauf verlassen können, bestmöglich versorgt zu werden“, informierte LH Günther Platter am Dienstag, 20. Dezember, nach der Regierungssitzung. Er bedankte sich insbesondere bei der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. „Sie ist ein unverzichtbarer Partner des Landes. Ohne die Unterstützung der Hospiz-Gemeinschaft wäre die Umsetzung des Konzeptes nicht möglich“, so Platter.

„Als einer der Hauptfinanziers leisten die Sozialversicherungsträger neben dem Land und den Gemeinden sowohl im stationären Bereich als auch bei den Menschen vor Ort im niedergelassenen Bereich einen wesentlichen Beitrag für die Palliativ- und Hospizbetreuung. Die TGKK ist sich ihrer großen Verantwortung bewusst und trägt in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen zu einer flächendeckenden Versorgung zum Wohl der Bevölkerung bei“, betonte TGKK-Obmann Werner Salzburger. Elisabeth Zanon, ehrenamtliche Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, untermauerte das mit Zahlen: „16 ehrenamtliche Hospizteams sind 2015 in allen Regionen Tirols für 1.588 Personen tätig geworden. Gleichzeitig sind 70 hauptamtliche MitarbeiterInnen im Einsatz. Unser mobiles Hospiz- und Palliativteam betreute 220 Menschen zu Hause oder im Heim. In unserer Hospizstation in Innsbruck wurden im vergangenen Jahr insgesamt 233 Menschen bis zu ihrem Lebensende begleitet.“

Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Ibele