osttirol-heute.at Online-Magazin für die Region Osttirol
Artikel drucken

Dystonie wird im BKH Lienz thematisiert

Prim. Dr. Josef Großmann und Fritz Kasal von der Österr. Dystonie Gesellschaft werden am 11. Oktober 2016 zum Thema sprechen – Infostand der Dystonie-Selbsthilfegruppe. 

primardrgrossmann c martinlugger

Prim. Dr. Josef Großmann 

 

Dystonie ist eine neurologische Erkrankung mit vielen Gesichtern – betroffen ist vor allem der Bewegungsapparat. Das klinische Spektrum reicht von Blinzelkrampf über Sprech- und Stimmdystonie bis hin zum Schiefhals. Die Ursache der Dystonie liegt im Gehirn. Durch ein „Softwareproblem“ kommt es zu einer Fehlsteuerung des Muskeltonus in der betroffenen Körperregion. Ein ursprünglich aus der Augenheilkunde stammender und in der Schieltherapie eingesetzter Behandlungsansatz hat sich inzwischen auch in der Dystonietherapie etabliert. Botulinum-Toxin in sehr geringer Dosis kann eingesetzt werden, um die Muskelfehlverspannungen zu regulieren und das der Dystonie zugrunde liegende muskuläre Ungleichgewicht zu korrigieren.

Wichtig ist, dass sich Menschen mit Dystonie verstanden fühlen. Neben der neurologischen Expertise sind deshalb oft auch eine psychologische Begleitung und der Austausch mit anderen Betroffenen im Rahmen der Selbsthilfe sinnvoll.

Am Dienstag, 11. Oktober, spricht ab 14.00 Uhr im Bezirkskrankenhaus Lienz Prim. Dr. Josef Großmann zu Behandlungsmöglichkeiten. Ein Film mit dem Titel „Dystonie erkennen und behandeln“ wird vorgeführt. Fritz Kasal von der Österr. Dystonie Gesellschaft hält einen Vortrag unter dem Motto „Prinzip Hoffnung – Mein Leben mit Dystonie“. Die Dystonie Selbsthilfegruppe informiert von 9.00 bis 12.00 Uhr im Foyer des Krankenhauses.

Text: Redaktion, Foto: Martin Lugger