- Gesundheit
- Montag, 04. Juni 2012
Lienzer Fachärzte leiteten Kongress in Pörtschach
Über innovative Hüft- und Knieendoprothetik diskutierten 150 Ärzte aus 10 Nationen vom 31. Mai bis 2. Juni 2012. Dr. Saciri und Dr. Strobl leiteten zum 5. Mal diesen Kongress.

Dr. Valjdet Saciri, Dr. Manfred Kuschnig, Dr. Rupert Jesenko, Dr. Herbert Strobl
Pörtschach am Wörthersee war drei Tage lang Schauplatz des internationalen Kongresses, bei dem 150 Ärzte über Hüft- und Knieendoprothetik diskutierten – Dr. Valjdet Saciri und Dr. Herbert Strobl, Fachärzte für Orthopädie am Bezirkskrankenhaus Lienz, hatten bereits zum 5. Mal die wissenschaftliche Leitung dieses hochkarätig besetzten Kongresses über. Die minimal invasive Hüftchirurgie, wie sie seit rund zehn Jahren im Einsatz ist, hat die herkömmliche Hüftoperation revolutioniert. Bereits zum fünften Mal steht diese AMIS©-Methode (anterior minimal-invasive surgery) im Vordergrund eines medizinischen Kongresses in Österreich. Entstanden ist die Idee zu der gemeinsamen Veranstaltung in den beiden international anerkannten Referenzzentren für AMIS© und „my knee-Endoprothetik“, der orthopädischen Abteilung des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt und dem Bezirkskrankenhaus Lienz. Unter der wissenschaftlichen Organisation von Dr. Valjdet Saciri, Dr. Manfred Kuschnig, Dr. Herbert Strobl und Dr. Rupert Jesenko diskutierten die Expertinnen und Experten drei Tage über die verschiedenen Perspektiven und Fragestellungen zur Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes.
Bei der minimal-invasiven Hüftendoprothetik, der sog. AMIS©-Methode, wird über einen kurzen Hautschnitt der Zugangsweg zum erkrankten Hüftgelenk unter Schonung der Muskulatur und Sehnen angelegt. Weniger Schmerzen nach der Operation, ein kürzerer stationärer Aufenthalt und eine schnellere Rehabilitation sind die wesentlichen Vorteile für die Patienten.
Auch bei der Knie-Endoprothetik „my knee“ erwarten die Experten ähnlich positive Erfolge. Dabei werden schon vor der Operation Bilder aus der radiologischen Untersuchung des Knies zur Herstellung eines individuellen dreidimensionalen Modells verwendet. Mithilfe der genau berechneten Instrumente plant der Arzt die Operation. Durch diese aufwändige Vorarbeit schmiegt sich die Prothese bei der Operation besser in den Knochen ein. Sie bleibt in ihrer optimalen Position, und die Spezialisten erwarten bessere Resultate im Vergleich zur herkömmlichen Methode.
In diesem Zusammenhang standen beim Kongress in Pörtschach auch Vorträge zu den Themenkreisen Rehabilitation, Blutverlust, Schmerztherapie und die Effekte der Endoprothetik auf dem Programm. „Es ist uns gelungen, die weltweit führenden Experten zu diesem Kongress nach Kärnten zu holen, darunter der Pionier der Amis©-Methode, Frederic Laude aus Paris,“ freute sich Dr. Valjdet Saciri. Für seinen Kollegen, den Leiter der Orthopädie im BKH Lienz, Dr. Herbert Strobl, ist der fachliche Austausch mit den internationalen Kollegen die Voraussetzung, um die Endoprothetik weiterzuentwickeln. „Die beiden Referenzzentren in Lienz und Klagenfurt sind über den Kongress hinaus Ausbildungsorte für diese Methode,“ betonte Primarius Dr. Manfred Kuschnig.
Text: Redaktion, Foto: Dr. Saciri


