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Parkinson-Tag: Viel Information im Krankenhaus

Über Neuigkeiten zur Krankheit Parkinson, Gangstörungen, Dystonie und Möglichkeiten der Therapie gibt es am 9. April im BKH Lienz umfangreiche Informationen.

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v.l.n.r.: OA Dr. Robert Perfler, Christl Rennhofer (GS-Leiterin Selbsthilfe), Primar Dr. Josef Großmann 

 

Parkinson ist eine grundsätzlich gut behandelbare Erkrankung. Im späteren Stadium können aber eine ganze Reihe von Komplikationen wie Wirkfluktuationen, Überschussbewegungen und Gangstörungen sowie verschiedene nicht-motorische Symptome auftreten. Eine Informationsveranstaltung zum Welt-Parkinson-Tag bietet das Bezirkskrankenhaus Lienz am Donnerstag, 9. April 2015, an.

„Parkinson – Was gibt es Neues?” – Primar Dr. Josef Großmann startet mit diesem Vortrag. Danach spricht Physiotherapeutin Simone Bacher über Gangstörungen bei Parkinson. Diese zeigen sich als Bewegungsblockaden, als Trippeln auf der Stelle oder als „Festkleben”. Studien belegen, dass gezielte Therapie diese Symptome hinauszögern oder reduzieren kann. Wichtig dabei ist ein möglichst früher Beginn der Therapie und viel Selbstdisziplin, weil Sport und Bewegung selbstständig und konsequent ausgeführt werden sollen.

OA Dr. Branka Saciri referiert über physikalische Therapieformen bei Parkinson und OA Dr. Robert Perfler über Dystonie. Darunter versteht man unwillkürliche, sich wiederholende Muskelkontraktionen, die bestimmte Körperregionen zu abnormen Haltungen zwingen oder zu abnormen Bewegungen führen. Die Erkrankung selbst, die Symptome und Therapiemöglichkeiten werden dem Publikum mit Hilfe von kurzen Videosequenzen näher gebracht. Abschließend wird Christine Rennhofer, Geschäftsstellenleiterin der Selbsthilfe Osttirol, über die Rolle der Selbsthilfe bei Parkinson sprechen.

Die Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, 9. April 2015, im Bezirkskrankenhaus Lienz, Vortragssaal 4. Stock, statt und beginnt um 14.00 Uhr.

Text: Redaktion, Foto: Selbsthilfe Osttirol