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Land testete System der Personensuche an der Isel

Ein Modul für die Personensuche in Fließgewässern ist Teil des örtlichen Einsatz-Informationssystems. Am 27. September 2016 wurde es an der Isel bei Lienz getestet.

wasserrettung isel

Ist bekannt, wann und wo eine Person in den Fluss gestürzt ist, ermittelt das Einsatz-Informationssystem (OEI) anhand aktueller Wasserstandsdaten die Position der verunglückten Person und erleichtert so die Einsatzplanung. 

 

Bereits seit dem Jahr 2005 verfügen Tirols Feuerwehren über das örtliche Einsatz-Informationssystem (OEI), das derzeit überarbeitet wird. Ein Modul für die Personensuche in Fließgewässern ist Teil dieses Systems. Stürzt eine Person in einen Fluss, ermittelt das System innerhalb einer gewissen Bandbreite die aktuelle Position der verunglückten Person und den weiteren Verlauf. Bislang konnte das System nur am Inn, an der Großache und Ötztaler Ache sowie am Ziller angewendet werden, künftig kommt es an insgesamt 13 Tiroler Flüssen – unter ihnen Isel, Drau und Schwarzach – zum Einsatz.

gruppenbild wassereinsatz lz

Die Wasserrettung Osttirol und die Feuerwehr Lienz testeten gemeinsam mit Vertretern des Zivil- und Katastrophenschutzes das System. Mit dabei auch Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner, Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser und VertreterInnen der BH.


Bei einer Übung an der Isel im Stadtgebiet von Lienz wurde das System am Dienstag, 27. September, von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit der Wasserrettung Osttirol und der Feuerwehr Lienz getestet. In zwei Durchläufen mit unterschiedlichen Annahmen sind WasserretterInnen im Bereich „Pöllander Steg“ und „Tagger-Lutz-Brücke“ bis zur Spitalsbrücke als „verunglückte Personen“ bei einem Wasserstand von 2,1 Metern und einer Wassertemperatur von 11,2 Grad abgesetzt worden.

Nach Meldung einer Sichtung der Personen wurde die EDV-unterstützte Positionsbestimmung eingeleitet. Wie vom System berechnet, befanden sich die Personen zur prognostizierten Zeit am vorhergesagten Ort. Basis für die Berechnungen sind die aktuellen Wasserstandsinformationen des Landes Tirol. „Mit dem Modul für den Wassereinsatz sind die Einsatzorganisationen in der Lage, die Rettungskräfte punktgenau zu stationieren und den Einsatz genau zu planen“, fasst Thomas Geiler von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz den Nutzen für Einsatzkräfte und Verunglückte zusammen.

Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol