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Glückliches Ende eines Alpinnotfalls am Glockner

Zwei Ungarn unternahmen am 27.8. eine Tour auf den Großglockner. Sie wollten den Gipfel über den Stüdlgrat besteigen, starteten aber sehr spät und ohne Seil in die Tour.

adlersruhe

Der Notruf wurde von der Erzherzog Johann-Hütte (Adlersruhe) aus abgesetzt.

 

Die Bergsteiger (29 und 31 Jahre alt) brachen gegen 13.00 Uhr beim Lucknerhaus zur Stüdlhütte auf und gingen von dort weiter zum Einstieg des Stüdlgrates. Nachdem die beiden Männer auch das Kletterseil vergessen hatten, beschlossen sie, die Route seilfrei zu begehen. Gegen 16.00 Uhr erreichten sie das sogenannte „Frühstücksplatzl“ auf 3.550 Meter Seehöhe. Dort schien es einem der beiden aber zu bedenklich, seilfrei weiterzuklettern. Deshalb entschied er sich, am „Frühstücksplatzl“ zu bleiben.

Sein Begleiter stieg allein weiter auf den Gipfel des Großglockners und in der Folge zur Adlersruhe ab, die er gegen 20.00 Uhr erreichte. Von dort aus wurde ein Notruf abgesetzt. Nachdem der 29-jährige über eine Biwakausrüstung verfügte und er einen sicheren Biwakplatz hatte, wurde in telefonischer Absprache mit ihm entschieden, von einer Bergung in den Nachtstunden Abstand zu nehmen.

In den Morgenstunden wurde der 29-Jjährige von der Crew des Polizeihubschraubers mittels Tau unverletzt geborgen.

Text: Redaktion, Foto: Peter Tembler