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Glocknerstraße zeigt alte Filme über Bau der Straße

Die Ausstellung im Straßenwärterhaus an der Fuscher Lacke wurde aktualisiert – Highlights sind noch nie gezeigte Filme über den Bau der Hochalpenstraße vor mehr als 80 Jahren.

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v.l.n.r.: Ausstellungsgestalter Dr. Karl Forcher, Moderator und Glockner-Liebhaber Sepp Forcher und GROHAG-Vorstand Dr. Johannes Hörl vor dem Straßenwärterhaus bei der Fuscher Lacke

 

Die politische Initiative für den Bau der Großglockner Hochalpenstraße ging vom damaligen Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl aus. Hofrat Franz Wallack war der Planer und Erbauer, später auch Generaldirektor der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG). Die Ausstellung „Bau der Straße“ im original erhaltenen Straßenwärterhaus an der Fuscher Lacke beschäftigt sich vor allem mit dem Leben der Arbeiter („Glockner-Baraber“), die von 1930 bis 1934 die Straße errichteten.

Die Ausstellung im Straßenwärterhaus wurde in den letzten Wochen aktualisiert und steht ab sofort in noch attraktiverer Form den Besuchern zur Verfügung. Zu den Highlights zählen vier Filme aus dem GROHAG-Archiv, drei davon werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen sind die erstmalige Befahrung der Straße, das Thema „Schneeräumung einst und jetzt“ wird behandelt, und ein echtes Juwel ist ein rund 10-minütiger Film von einem Straßenmeister aus dem Jahr 1936. Zudem wurden Grafiken, Preislisten und Übersetzungen aktualisiert. Bei einer neuen interaktiven Station kann man ausprobieren, wie es sich anfühlt, eine 50 Kilogramm schwer „Kraxe“ auf dem Rücken zu tragen. Damit wird verdeutlicht, mit welch großen Anstrengungen die „Glockner-Baraber“ zur damaligen Zeit konfrontiert waren.

Text: Redaktion, Foto: grossglockner.at