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Staunen über Julischnee auch in Osttirol

Bis auf unter 2.000 Meter Seehöhe fiel zum Beispiel in den Tauern Schnee. Der Höhepunkt der kühlen Strömung ist jedoch vorbei. Es kommt wieder die Sonne zum Vorschein.

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Die Bonn-Matreier Hütte liegt auf 2.750 Metern in der Venedigergruppe. Schneefall im Juli ist selbst auf dieser Höhe ungewöhnlich. 

 

Nicht schlecht staunten zum Beispiel die Gäste der Bonn-Matreier Hütte auf 2.750 Metern Seehöhe in Virgen über den sommerlichen Schnee. „Besonders unsere niederländischen Gäste freuten sich, dass sie bei diesem außergewöhnlichen Wintereinbruch im Juli dabei sein durften“, so Wirt Wolfgang Heinz Donnerstagfrüh. Gegen 22.00 Uhr hätte es am Mittwoch, 13. Juli, zu schneien begonnen. Mit fünf bis sechs Zentimeter Schnee waren die Tische und Bänke auf der Terrasse in der Früh bedeckt, als Wolfgang vor die Hütte ging. „Der Schneefall hat aufgehört, und der Aufstieg ist unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsregeln ungehindert möglich. Das Wetter soll wieder sommerlicher werden. Wir freuen uns auf Gäste“, so der Wirt. 

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Der Höhepunkt des Tiefs sei jetzt erreicht, berichtet Mag. Reinhard Prugger von den meteo-experts. „In den Tauern hat es bis auf unter 2.000 Meter heruntergeschneit. Im Süden Osttirols lag die Schneefallgrenze etwas höher. In Nordtirol hat es sogar auf 1.700 Meter Schnee gegeben. Das ist sehr ungewöhnlich für Mitte Juli“, so der Meteorologe. Die Strömung drehe jetzt auf nördliche Richtung, und es würde allmählich wieder auflockern. „Es ist aber zu kalt für diese Jahreszeit. In den Tauern bleibt es schaueranfällig. Speziell im Süden kommt jedoch immer mehr die Sonne durch“, schätzt Reinhard Prugger. Am Sonntag sollen die Temperaturen wieder auf bis zu 25 Grad steigen. Es spricht also nichts dagegen, eine Tour in die heimische Bergwelt zu planen. 

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Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Wolfgang Heinz